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Samstag, 12. Juni 2010

Das Leben...

... ist etwas wunderbares! Mein Leben!
Heute ist ein phantastischer Abend - er erinnert mich an die Juni Abende im letzten Jahr an der See im Urlaub mit meinem Liebsten - da planten wir unser Baby... Heute liegt dieses kostbare kleine Wesen hier neben mir und und schlummert selig.
Ich habe das Gefühl, die vergangenen fast 4 Wochen! (was vergeht die Zeit!) seit Jesse's Geburt, sind noch nicht vollständig bei mir angekommen - von einer Minute auf die andere war a l l e s anders - wunderschön, neu, hilflos, anstrengend, das-Herz-aufgehen-lassend... und eine Minute geht in die nächste über und so allmählich kann ich sagen, ich genieße ganz bewusst!
Denn ich lasse meine Gedanken darüber, ob ich alles richtig mache, hinfort. Ebenso wie ich versuche, das Gefühl der Hilflosigkeit, wenn er z.B. wegen seines Bauches bitterlich weint, und ich nichts weiter tun kann, als dasein, ihn im Arm halten, kuscheln und wiegen, loszulassen, um mich einfach vollkommen frei zu machen für mein kleines Baby.
Mein Liebster und ich - wir sind so unendlich glücklich über dieses gesunde, wunderschöne, liebe kleine Menschenkind.
Das Julchen freut sich und ist eine tolle große Schwester.
Meine Mutter ist 'ne super Omi, das merken wir schon jetzt und das Tildchen hat dem kleinen Mann heute über die winzigen Füsschen geleckt - endlich ihre Scheu abgelegt.
Und es ist tatsächlich so - man hat schon die Anstrengungen des gestrigen Tages und die beizeiten auftretende Erschöpfung einiger Stunden im Nu vergessen, sie gehören dazu, gehen vorbei und sind vergessen, werden aufgewogen in jeder kleinen Geste dieses geliebten Kindes!
Welch ein wunderschönes Dasein - das des Mutterseins!

Sonntag, 16. Mai 2010

Sonnensonntag

Ein stahlblauer Himmel hat uns den ganzen Tag begleitet...





Beim Kuchen essen und Fotos schießen im Garten ... auf den letzten Metern sollte das Bäuchlein mit Klein-Jesse nun noch einmal fest gehalten werden...













Kuschelstündchen für das Tildchen, die es so sehr genossen hat, endlich einmal wieder einen Tag komplett draussen verbracht zu haben...



Das Shirt hat mich übrigens an den letzten September erinnert... ich musste schmunzeln... ich war bereits schwanger und ahnte aber wusste nichts... das Shirt hatte ich an diesem Tag getragen, der ebenso stahlblau erstrahlte und der mich zum Baden in der Nordsee verführte... da war das Shirt allerdings noch nicht so prall ausgefüllt ;-)





Sonntag, 9. Mai 2010

Muttertag - ohne Mutter, aber mit Stepmom...


Alles Liebe zum Muttertag, liebe Mami!

Du weilst noch immer in Dänemark und machst es dir so richtig kuschelig, wie du heute früh am Telefon erzählt hast!

Das ist richtig so!

Ich schicke dir die liebsten Grüße und eine feste Umarmung!

Ich selbst mache es mir gerade mit dem Tildchen kuschelig, der Rest der Familie ist ja ausgeflogen.


Da das Wetter so gar nicht einladend ist, haben wir es uns auf dem Sofa nett gemacht und den Fernseher eingeschaltet - hach, wann habe ich das das letzte Mal an einem Sonntag Vormittag gemacht...

Ich habe bis eben gerade den Film Stepmom geschaut - ich liebe diesen Film - er ist traurig, wundervoll, ganz das Leben und ich musste lachen und noch viel mehr weinen!

Jetzt mache ich mir eine leckere Tasse frischen Tee, den ich aus meiner neuen Lieblingstasse (siehe oben) trinken werde...

Am Freitag ist mir diese Tasse in dem Teeladen, der im Einkaufszentrum neu eröffnet hat (juchuu, wir haben wieder einen Teeladen vor Ort...) über den Weg gelaufen...

Mhh, dachte ich, n o c h bin ich keine Mami, aber diese Tasse
m u s s ich für mich mitnehmen

:)

Ich wünsche allen Mamis einen
wundervollen Muttertag
und allen anderen einen ebenso gemütlichen und kuscheligen Sonntag!


Freitag, 7. Mai 2010

... Bilder für die Ewigkeit

... und irgendwann einmal wahrscheinlich die einzig handfeste Erinnerung an die Zeit mit diesem wunderbaren Bauch!

Es war ein entspanntes und nettes Shooting und ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Ein Bild möchte ich hier zeigen...

Nun kann das Würmchen kommen, ich habe heute mit diesen Fotos die letzte Aktion erledigt, die mir am Herzen lag... ;-)







Dienstag, 4. Mai 2010

... ich mache es doch noch!

Gerade habe ich mich nun doch noch zum Fototermin für ein Babybauchshooting angemeldet.
Zwar machen wir ja auch schon immer mal Fotos, aber es ist halt doch nicht dasselbe wie in einem Studio bei einem richtigen Fotografen.
Und da mir der Gedanke keine Ruhe lässt, werde ich es nun doch machen, da ich mich ansonsten 100%ig ärgern werde wenn der Bauch erst einmal auf nimmer Wiedersehen weg ist...
Und von daher... Freitag, 13 Uhr.
Hach, ich bin gespannt!

Montag, 3. Mai 2010

Klinikkoffer, letzte Einkäufe und die Frage, was ich nicht noch alles vergessen habe...

Ich habe heute wieder viel Zeit im Wäschekeller verbracht... irgendwie habe ich ja bereits seit einigen Tagen das Gefühl, es muss dort unbedingt zum Ende dieser Woche Ordnung geschafft werden, alles weg gewaschen sein, und am Besten gebügelt, fein säuberlich in den Schränken verschwunden. Heute Vormittag also weitere zwei Maschinen Wäsche gewaschen, ganz viel wegsortiert und mich dann den süssen Babysachen gewidmet. Nach Stramplern und Bodies sortiert, dann nach Größe und ob es lange oder kurze Arme sind... dann habe ich mir einen Kopf gemacht, was ich mit in die Klinik nehmen muss für das kleine Würmchen und nach einigem Hin und Her nun eine kleine Auswahl getroffen... ist sicher viel zu viel, aber - mein Gott, ich habe ja keine Ahnung (obwohl doch schon eine Menge Infos und Tipps und Wissen aus dem Elternseminar mitgenommen) - aber: wie groß oder klein wird das kleine Wesen wirklich sein...? Nun ja, ich nehme den schönen Pucksack von Leofrey ja mit, der morgen angeliefert wird und damit habe ich dann wahrscheinlich eh schon fast alles, was man braucht.

Für mich selbst mache ich mich morgen ans Packen - habe grade mal ein, zwei Bücher hervor geholt, um die dort aufgeführten Check Listen durchzulesen ... :)
Puh...

Warum werde ich momentan hin und wieder bloß von einer innerlichen Unruhe gepackt, die mich ständig irgendwelche Listen aufstellen lässt, was noch fehlt, was ich noch tun muss, worum ich mich noch kümmern muss...!?

Obwohl die letzten 14 Tage doch schon anstrengend genug waren, mit all den Terminen, die ich erledigt und Besorgungen, die ich getätigt habe.

Und wo ich doch im Grunde bisher in allem so s u p e r entspannt gewesen bin...

Babyschale und Tummy Tub kaufen - das steht auf alle Fälle noch an diese Woche.

Und wahrscheinlich ist der Termin dann doch ungenau berechnet gewesen und es ist doch der ursprüngliche (31.05.2010) und der kleine Wurm kommt dann auch noch nach Termin - wie bei allen Frauen aus meinem Kurs bisher - und somit dann erst Anfang Juni...!!?? ;)

Mein komisches Gefühl innerlich jedoch - aber es macht mich wahrscheinlich einfach nur kirre - glaubt zurzeit leider ständig, dass das Würmchen viel zu bald zu früh kommen wird...

Du meine Güte ... wo ist meine Entspannung geblieben...

Mittwoch, 28. April 2010

Zeit?!

Wie kann das sein?

Man möchte doch meinen, jetzt, wo ich nicht mehr arbeiten muss, im Mutterschutz bin, Zeit habe, ich auch massenhaft ZEIT haben MÜSSTE... für lauter schöne Dinge!

Mhh, aber irgendwie scheint der Plan nicht aufzugehen...

Ich habe gewiss den Kopf frei, keinen (Zeit)Druck, kann bereits morgens eine herrlich lange Waldrunde mit dem Tildchen drehen, wenn ich möchte und es kommt nicht darauf an, wenn es bereits nach Mitternacht ist, sobald ich schlafen gehe oder viermal nachts hoch muss (die Blase lässt grüßen) und deshalb morgens länger schlafe...

Aber der Tag geht so schnell vorüber... ich habe noch keines der Bücher wirklich zur Hand genommen, die hier wartend liegen, noch keinen Tag einfach mal nur entspannt, ganz faul. Gut, die To do Liste ist recht lang, da es noch einiges zu erledigen gibt, und dann die drei kranken Tage letzte Woche... Aber - uff - die Zeit fliegt...

Enorm!

Und ich werde mich kaum umgesehen haben, da wird das kleine Menschenwesen in meinen Armen liegen...

Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
Jean-Jacques Rousseau



Montag, 26. April 2010

Babykino...

... gab es heute Abend!
Nach diesem Tag voller Erledigungen bin ich den Abend entspannt angegangen und mein Liebster und ich haben gemütlich auf dem Sofa gelegen. Aber der TV war schnell nebensächlich:
mein Bauch zeigte den besseren Film!
Ein Auf und Ab und ein Geschaukel und Bewegungen, wie brandende Wellen gingen über meinen Bauch. Mein Liebster kam aus dem Staunen nicht heraus und auch ich erwarte jedes Mal, dass plötzlich ein kleines Menschlein hervor luschert und uns zuwinkt ...
Den runden kleinen Po, die Füsschen, die sich gerne gen Rippen ausstrecken, all das kann man so differenziert erfühlen - das ist einfach überwältigend!




Samstag, 17. April 2010

Wärme, Sonne, Freiheit, Zeit

ausgeschlafen und in einem von der Sonne erfüllten Raum erwacht

blauer Himmel

erster Gedanke: ich habe alle Zeit...

eine herrliche Morgenrunde gedreht









Frühstück auf der Terrasse - in eine dicke Decke gehüllt

die Wärme genossen und - die Zeit!

mit meinem Liebsten telefoniert, der ja schon seit gestern auf dem Crossplatz weilt

das Bad für gefühlte Stunden blockiert...

mit Tilda eine herrliche Waldrunde gedreht, der Frühling ist ausgebrochen, die Sonne wärmt so wunderbar



entspannter, kleiner Einkauf

was leckeres gegessen auf der Terrasse und den Abend dort eingeläutet

Wohnung bisserl aufgeräumt, lecker Apfelkerzen verteilt und die Ruhe und Zeit genossen...



Freitag, 16. April 2010

Mein letzter Tag!

Heute nun ist es soweit gewesen - ein traumhaft herrlicher Sonnentag, der mich ganz beschwingt hat in mein Wochenende und in meinen Mutterschutz gehen lassen!
Gestern bereits habe ich mich mit einem kleinen Umtrunk von meinen Kollegen verabschiedet - es war eine nette Runde und ich habe überraschenderweise so wundervolle Aufmerksamkeiten erhalten, über die ich mich so sehr gefreut habe - und lauter nette Worte, die mir doch gezeigt haben, welchen Stand man bei den Kollegen und in der Firma hat.
Mein geliebter Arbeitsplatz wird nun von einer Kollegin während meiner Abwesenheit in der Elternzeit besetzt - heute hatte ich regelrecht das Gefühl, meinen Arbeitsplatz zu personifizieren, indem ich gedacht habe, dass es "ihm" hoffentlich gut gehen wird in dem kommenden Jahr...
Davon abgesehen ist es heute ansonsten eher wie ein normaler Start in ein sonniges Wochenende... gestern holte mein Liebster mich nach der Arbeit ab und wir haben uns eine leckere Tüte Pommes ,-) am See gegönnt, um dann mit dem Tildchen noch eine Runde an dem herrlichen Abend spazieren zu gehen - da hatte ich eher ein sentimentales Gefühl... und nach den ganzen vorabendlichen Vorbereitungen (Einkaufen, die Kuchen backen etc.) und dem trubeligen Tag, bin ich doch gestern tatsächlich um kurz nach 8 todmüde ins Bett gefallen...
Heute erwarteten mich daheim ein Strauß Tulpen und eine süsse Karte von meiner Mama - "Willkommen im Mutterschutz"! Ganz lieb!!!
Ich habe mich gleich auf die Terrasse gesetzt, Nase in die Sonne, Füsse hoch - h e r r l i c h! Tildchen konnte noch ausgiebig mit Toby spielen, der überraschend zu Besuch kam. Heute Abend nun haben wir uns absolut entspannt und es uns ganz gemütlich gemacht.
Hier nun ein paar Bilder von all den lieben Präsenten...



... Blümchen von meiner Mama...


... ein wunderhübsches Blumenpräsent von unseren Sozialen Diensten...


... ein wunderhübsch bepflanzter Blumenkob vom lieben V. , ein entzückendes Handpüppchen von Frau Sch. und ein Geschenk vom IFF...


... Frühling...


... eine ganz süsse Karte...


... und zum Vorschein kam ein Buch, das ich sogar auf meiner "Haben wollen"-Liste hatte - **freu**freu**, total lieb!


... quack...


... in der Abendsonne...


... eine zauberhafte Orchidee von unseren "drei guten Seelen"...


... eine Anspielung auf weiteren Nachwuchs...?

... und ein ganz leckerer Präsentkorb von unseren Ehrenamtlichen...!

So lieb - vielen Dank!

Dienstag, 13. April 2010

Das erste Eis und ein netter Klönschnack!

Der Kurs ist ja vorüber, und so haben wir Mädels - d.h. vier von uns 10 - uns heute zum Eis essen verabredet. Nicht alle waren dabei - zwei von uns haben bereits ihr Babys bekommen in der Zwischenzeit und die anderen waren verhindert.
Es war das erste Eis des Jahres für mich und wir hatten Glück mit dem Wetter. Wir haben uns in nenndorf getroffen, am Ort der Hebammenpraxis und ich bin direkt nach der Arbeit los.
Es war eine nette Runde - im Kurs kam man ja doch nicht dazu, so ganz ausführlich miteinander zu klönen. Das Thema Kinderwagen nahm uns heute in Beschlag, da Christina mit dem Zusammenbauen der einzelnen Teile ihres Wagen so ihre Probleme hatte und vorher noch im Babymarkt gewesen war... Ich habe ja noch keinen gekauft - will mir auch noch das "Exemplar meines Verlangens" live ansehen und warte dann mit großer Dankbarkeit auf die Geburtsgeschenke meiner Oma, Großtante und meines Papas, bevor wir los stiefeln, einen Wagen zu kaufen.

Die Kühle des Abends trieb uns dann nach drei Stunden Heim...

Montag, 12. April 2010

Antworten auf meine Fragen...

... bzw. die Bestätigung meiner Vorstellungen und Wünsche zu meiner bevorstehenden Entbindung gibt mir unverhofft Frédérick Leboyer, französischer Gynäkologe und Geburtshelfer.
Ich habe sein Buch "Geburt ohne Gewalt" gelesen und lese zurzeit noch "Atmen, singen, gebären" und bin so vollends dankbar und glücklich und begeistert über das Gelesene!
Ich nehme nicht absolut und vollends a l l e s an und übernehme es für mich, aber der Grundgedanke ist genau seiner! Wie schön, dass nun ab nächster Woche der Mutterschutz ansteht und ich Zeit habe für mich und mein Baby und die Vorbereitung auf die Geburt, so wie ich sie mir vorstelle...

Ich habe folgendes Interview mit Frédérick Leboyer gefunden und möchte dieses in diesem Eintrag fest halten.

Monsieur Leboyer, wie viele Geburten haben Sie in Ihrer aktiven Laufbahn als Geburtshelfer begleitet?
Zahlen. Zahlen und Statistiken sagen nichts aus über das Wesentliche. Aber wenn Sie es genau wissen wollen: Es waren weit über 10.000 Geburten, wovon die letzten 1.000 von meinen neuen Ideen beeinflusst waren.

Was hat Sie in den siebziger Jahren zu Ihrer neuen Sicht der Geburt und Geburtsmedizin geführt? Waren es Ihre Reisen nach Indien?
Nein. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Es war vielmehr meine eigene Psychoanalyse, die mir plötzlich eine neue Perspektive eröffnete. Geht man in der Psychoanalyse sehr tief, bringt sie einen zurück zur eigenen Geburt. Vorher hatte ich nur Augen für die Frau und ihre Situation, doch als ich in der Psychoanalyse die Ängste meiner eigenen Geburt wieder erlebte, rückte das Kind in mein Blickfeld. Auf einmal sah ich diese wachen Augen voller Angst.

Wie erlebt das Kind Schwangerschaft und Geburt?
Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Kind ein König. Die Gebärmutter wächst und wächst, und es hat eine unendliche Freiheit, sich in seinem Königreich einzurichten. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wächst das Kind schneller als der Uterus. Aus dem Königreich wird ein Gefängnis. Mit jedem Tag wird die Enge drängender. Und irgendwann fasst das Kind einen Entschluss: Ich muss raus! Man weiß heute, dass der Reiz, der die Geburt auslöst, auch vom Kind ausgeht. Das Kind wird selbst aktiv.

Was bedeuten Schwangerschaft und Geburt für die Frau?
In der Schwangerschaft erlebt die Frau ein Paradox. Im gleichen Maße, wie sie der Niederkunft entgegen geht, werden in ihr - immer unter der Voraussetzung, dass sie ihre Schwangerschaft bewusst erlebt - die Gefühle und Ängste wach, die sie selbst bei ihrer Geburt durchmachte. Viele Mütter haben mir berichtet: Leben schenken ist wie selbst geboren zu werden. Ich halte es für wesentlich, dass sich eine Schwangere mit dieser Reise zur eigenen Herkunft auseinandersetzt. Die Schwangerschaft ist eine Pilgerfahrt zu den Ursprüngen des Lebens.

Viele Frauen erleben die Schwangerschaft weniger poetisch. Für sie überwiegen körperliches Unwohlsein, Einschränkungen in der Beweglichkeit und die ungewisse Zukunft.
Sicher. Eine Frau, die z.B. sehr von ihrem Beruf vereinnahmt wird, wird diese innere Reise nicht machen. Doch sie wird etwas versäumen.

Hat die innere Reise einen Einfluss darauf, wie die Frau die Geburt erlebt?
Wenn eine Frau ein Kind bekommt, stirbt sie und wird wiedergeboren. Die Reise zurück zu den eigenen Ursprüngen bereitet sie darauf vor. Ab dem Moment, in dem eine Frau wirklich Mutter wird, zählt das Kind mehr als sie selbst. Viele Frauen haben ein Kind und sind doch nicht Mutter. Das ist absolut nicht dasselbe. Diese Verwandlung von der Frau zur Mutter kann nur erleben, wer den Mut hat, sich den eigenen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden.

Warum löst der Gedanke an die bevorstehende Geburt ihres Kindes bei vielen Frauen Angst und Unwohlsein aus?
Die Geburt eines Kindes ist etwas Heiliges. Etwas Mysteriöses. Etwas, das wir nicht mit dem Verstand erfassen oder dem Willen steuern können. Etwas, das Angst macht. Etwas, das stärker ist als wir. Eine Frau in den Wehen ist wie auf einem kleinen Boot inmitten eines tosenden Sturms. Sie ist ganz allein und begegnet einer Kraft, die viel, viel stärker ist als sie. Immer kurz davor, Schiffbruch zu erleiden, erreicht sie doch am Ende den rettenden Hafen. Diese Urgewalten auf ihrem Weg machen Angst.

Wie soll sich eine Schwangere auf die Geburt vorbereiten?
Sie muss sich der Wahrheit stellen. Die "sanfte" Geburt gibt es nicht, das ist blanker Unsinn. Eine Geburt ist immer ein Akt der Gewalt. Deshalb muss die Frau wissen, dass sie ganz allein auf dem winzig kleinen Boot im schlimmsten Unwetter um ihr Überleben kämpfen wird. Ist sie bereit, sich dieser Erfahrung zu stellen, dann kann sie die Niederkunft als ein großes Fest erleben.

Inwiefern?
Die Geburt ist der Gipfel der Intimität, daran sind nur zwei beteiligt. Die Frau und das Kind. Der Sturm trägt die Frau immer weiter und weiter, bis sie zuletzt den Höhepunkt der Ekstase auskosten kann. Ihre Wahrnehmung ändert sich, sie tritt aus sich heraus. Es gibt in diesem Moment nichts auf der Welt, nur noch die Frau und das Kind.

Sie haben gesagt, eine Geburt sei keine Aufgabe für eine Mannschaft, und bezogen sich dabei auf die Geburtshelfer und Hebammen im Krankenhaus. Was kritisieren Sie?
Im Krankenhaus bestimmen die Geburtshelfer die Spielregeln. Es besteht die Gefahr, dass man Ihnen Ihre Geburt stiehlt. Nichts anderes habe ich über viele Jahre gemacht, ich habe den Frauen ihre Geburt gestohlen. Lassen Sie das nicht zu!
Ärzte interessieren sich für Krankheiten und Komplikationen. Ist jemand bei guter Gesundheit, empfinden sie es als eine Art Verrat. Doch eine Geburt ist etwas so Normales, so Natürliches, so Alltägliches, ja so Gesundes. Für den Arzt ist da kein Platz. Erst wenn es wirklich zu etwas Unvorhergesehenem kommt, sollte der Arzt eingreifen.

Was sind ideale Bedingungen für eine Geburt?
Eine ideale Geburt gibt es nicht. Sie müssen völlig frei sein, keine Rolle spielen, keine Tabus beachten. Nur wenn eine Frau allein ist, kann sie ihre ganze Spontanität ausleben. Die Niederkunft ist einem Orgasmus sehr, sehr ähnlich. Die Frau muss ganz in sich sein, in dem, was mit ihr vorgeht, doch wie beim Orgasmus kann sie es selbst nicht steuern, sondern muss sich fallen lassen. Im Krankenhaus mit einer ganzen Schar von Zuschauern ist diese Intimität nicht zu erreichen. Bei einer Hausgeburt mit einer guten, erfahrenen Hebamme sind die Bedingungen günstiger.

Welche Rolle spielt die Hebamme?
Die Hebamme sollte nichts tun. Eine wirklich gute Hebamme ist einfach da. Sie ist so ruhig, so frei von Angst, dass sie diese Ruhe und Zuversicht überträgt. Dann gewinnt die Frau Vertrauen in sich selbst. Doch im Krankenhaus sind auch die Hebammen zu aktiv.

Sollte der Vater des Kindes bei der Geburt anwesend sein?
Das ist reine Pornographie. Er kann nur Zuschauer sein, die Reise der Niederkunft muss die Frau allein antreten. Er kann ihr nicht folgen. Schon während der Schwangerschaft muss er lernen, dass sich seine Frau verändern und zeitweise von ihm abwenden wird. Es erfordert sehr viel Reife und Großzügigkeit, das zu akzeptieren und die Frau zu gegebener Zeit als Partnerin wieder aufzunehmen.
Für das Kind repräsentiert der Vater die Außenwelt. Es scheint jedoch so, als verlasse die Frau um den sechsten Schwangerschaftsmonat herum diese Außenwelt. Je mehr sie mit dem Ungeborenen in Kontakt tritt und je mehr sie nach innen horcht, desto weniger ist sie für die Außenwelt ansprechbar. Dies gilt ebenso für die ersten Monate nach der Geburt, in denen sie für das Kind das ganze Universum ist.

Warum gerade im sechsten Monat?
Den Grund kenne ich nicht, aber viele Frauen haben mir davon berichtet. Ein werdender Vater verdächtigte seine Frau gar, einen Liebhaber zu haben. Doch da war niemand anderer als das Kind.
Im alten China durfte der Mann seine Frau während der letzten drei Monate der Schwangerschaft nicht mehr sehen. Und das Kind bekam er nicht vor Ablauf von drei Monaten nach der Geburt zu Gesicht. Auch in Indien verließ die Frau etwa im sechsten Monat ihren Mann und kehrte vorübergehend zu ihrer Mutter zurück.

Wie sollten Eltern ihr Kind auf dieser Welt empfangen?
Wir müssen die Kinder mit Wärme und Zärtlichkeit überreichlich füttern. Denn das brauchen sie ebenso sehr wie Nahrung. Wir sollten nie vergessen, wie angenehm es für das Kind im Mutterleib war. Nach der Geburt bleibt nur das unerträgliche Gefühl der Leere, nichts ist mehr da, was seinen Körper hält, es bewegt, die Geräusche sind anders, alle Sinneseindrücke sind fremd. Ein Kind zu berühren, zu wiegen, zu streicheln, versöhnt es mit dem fremden Außen. Das ist wahre Liebe.

Das Interview führte Ursula Bachhausen.

Literatur: "Frédérick Leboyer - Geburtshelfer und Poet" Voller Weisheit und Poesie widmet sich Frédérick Leboyer in seinen Büchern der Frage, wie Mutter und Kind die Geburt und das Beisammensein in den ersten Monaten erleben. Mit diesen Schriften löste Leboyer eine weltweite Revolution in der Geburtshilfe aus, die als "sanfte Geburt" bekannt wurde:
"Geburt ohne Gewalt."
"Sanfte Hände - Die traditionelle Kunst der indischen Babymassage."
"Das Geheimnis der Geburt."
Alle erschienen im Kösel Verlag.

Donnerstag, 8. April 2010

....sooo wunderschön!

... gerade auf youtube entdeckt - welch eine wundervolle Version dieses schönen Liedes!
Marit Larsen ist toll, und Milow sowieso...

Zurück lehnen, Augen schließen und genießen...



Sonntag, 28. März 2010

Ein Sonntag zum Gemütlich-machen!

Joan Baez läuft im Hintergrund - Waltzing Matilda spielt gerade... diese eine Live-Platte kann ich auswendig mitsingen und wenn ich diese spiele, geht's mir immer gut!
Draussen hat Dauerregen eingesetzt, ich sitze grad an unserem zurzeit improvisierten kleinen Laptop-Arbeitsplatz, ganz gemütlich im Korbstuhl, an der warmen Heizung und höre den Regen gegen die Scheibe plattern...


Jule ist gestern nach dem Fahrtraining bei ihrer Freundin geblieben, mein Liebster alleine nach Hause gekommen und jetzt gerade werkelt er noch in der Garage.
Das Tildchen schnorchelt auf ihrem Sofa-Kuschelplatz - tiefe Schlafseufzer, gegrunze... immer wieder herrlich entzückend, ihr zuzuhören... wir sind während unserer Waldrunde diesem Weltuntergangswetter noch entkommen... sonst wäre sie wahrscheinlich auch keine Stunde mit mir durch die Gegend gelaufen, da ist sie dann doch ganz Dame...



Heute morgen haben wir uns nach dem ersten Spaziergang, wie schon lange nicht mehr, wieder ins Bett gekuschelt und nochmal eine ganze Weile geschlafen. Wenn die Zeit an einem solchen Tag eh durcheinander gerät, warum dann nicht so richtig... also Frühstück um 13 Uhr...
Nun will ich gleich aber auch noch aktiv werden und Regal und Schränkchen im Kinderzimmer entrümpeln, aufräumen, wegsortieren...
Wie genussvoll es doch aber ist, einfach Zeit zu haben im Urlaub! Sich trotz einiger Vorhaben immer ein bisschen treiben lassen, nicht den Gedanken im Hinterkopf, dass es morgen schon wieder los geht mit dem Arbeitsalltag... herrlich!

Mittwoch, 24. März 2010

Urlaub (zu Hause) ist...

... ganz gemütlich aufwachen
... entspannt in den Tag starten
... Frühstück im Schlafanzug
... ausgedehnte Gassigänge mit Matilda
... nicht die Uhr ständig im Nacken haben
... unser schönes, gemütliches Zuhause genießen
... mal wieder mit einem Buch den Tag verbringen
... in der Woche zu IKEA und das Gefühl haben, der ganze Laden gehört uns
... den Liebsten (bei dem guten Wetter!) zum Motocross schicken und es genießen, dass er mal wieder ganz ausgepowert und zufrieden ist nach dieser langen Winterpause
... entspannte Bade"orgien", und nicht nur "schnell nochmal Duschen" - und den Babybauch verwöhnen

Aber leider auch...
... die liegen gebliebenen Wäscheberge anzugehen
... die Wohnung mal wieder gründlich zu putzen, nach den vergangenen Wochen, die dafür irgendwie keine Zeit gegeben haben
... und überhaupt, Dinge zu erledigen, die man eben auch auf der "Urlaub-zu-Hause-Liste" hat
... die Steuern endlich machen
... Unterlagen wegsortieren

... lange nicht wirklich hier gewesen

... die letzten Wochen haben dafür so wenig Zeit gelassen.
Viele Posts hängen noch in den Entwürfen...
Die Vorbereitungen für unsere Feier haben mich über eine Woche Zeit gekostet... Lange arbeiten war auch angesagt, im Hinblick auf die Übergabe an meine Kollegin... Kurse, Termin beim Arzt...
Mein Blog hat leider etwas gelitten, keine Zitate eingestellt, schon ein Weilchen keine Rituale... ach menno...
Nun gut, jetzt ist Urlaub, aber unser Terminplan auch recht ausgefüllt, und bei DEM tollen Wetter geht's dann doch gleich viel öfter Raus!
Ich habe mich auch schon lange nicht mehr so richtig bei euch umgeschaut, was ich nun die Tage nachholen werde!
Jetzt geht's erst mal mit dem Tildchen nach Draussen, dann noch 1-2 Stündchen vor die Dänisch Bücher, da heute Abend der Kurs weiter geht, und ich mich mal wieder etwas Vokabelfit machen muss...

Seid lieb gegrüßt!

Sonntag, 21. März 2010

Er hat sich gedreht...

... ganz bestimmt...

Seit wann? Mhh, irgendwann im Laufe dieser Woche.

Ich glaube das, weil seine Bewegungen plötzlich ganz anders zu spüren sind. Ich glaube, ich habe am oberen Ende unterm Busen schon öfter mal ein Füsschen erspürt... und plötzlich gibt es auch weit unten, unterm Nabel, flatterhafte, muntere Bewegungen, die es dort bisher noch nie gegeben hat. Das Köpfchen? Und diese links-rechts Verteilung, die Bewegungen in der rechten Seite, die sind nicht mehr da...

Ich bin diese Woche am Donnerstag 30+3... da darf er sich ja auch allmählich gerne drehen, nicht?

Und heute ist er sooo munter, immer im oberen Teil, tak, tak unter den Rippen, dann wieder wie eine Welle, die sich unter meiner Haut entlang schiebt, etwas Hartes, das sich gegen meinen Bauch drückt... sooo schön!!!

Der Bauch ist sooo rund geworden, ich genieße das sehr und finde es wundervoll!

Bisher stören mich diese zauberhaften Bewegungen auch nicht im Bett oder beim Schlafen, ich möchte sie alle am Liebsten immer ganz intensiv wahrnehmen und fest halten...

Mittwoch, 10. März 2010

04:50

04:50 Uhr

Montag

Dienstag

Mittwoch


Drei Tage in Folge wache ich nun schon um genau diese Uhrzeit auf und greife zum Wecker in dem Gedanken, verschlafen zu haben ... 04:50 Uhr ... warmes Bett, kuschelig, und zum Glück noch ein Weilchen Zeit, um noch mal in die Federn zu sinken.

Wie seltsam, nach welcher inneren Uhr dies wohl geschieht?

Ich schlafe sehr ruhig und gut in der letzten Zeit - das Bäuchlein und ich, wir haben uns auch im Schlaf zusammen gefunden...

Mal sehen, wann morgen die Nacht vorbei sein wird...

Dienstag, 9. März 2010

Geburtsvorbereitungskurs die Dritte



... und heute mit den Herren der Schöpfung!
Es war ein gelungener Abend!
Mein Liebster zeigte zwar keinerlei offensichtliches Zögern in den letzten Tagen, aber man weiß ja nie, wie es mit der tatsächlich Vorfreude im Innern dann doch ausschaut ;)
Jedenfalls waren alle Frauen in Begleitung zugegen.
Theodore schickte die Männer dann erst einmal in den Keller, kam zurück und übergab uns die Aufgabe, das Thema "Veränderungen positiver wie negativer Art durch die Geburt eines Kindes für uns selbst, für die Beziehung, für die Großfamilie, im Beruf und für Freundschaften" zu besprechen.
Die Männer sollten sich dann nach ihrer Rückkehr erst einmal gegenseitig vorstellen, was interessante Einblicke ergab und vor allem war es interessant zu sehen, wer was aus der gemeinsamen Unterhaltung hervorhob. Mein Liebster und sein Klönpartner hatten offensichtlich viel Spaß ...
Dann gaben wir alle unsere Gedanken zu den Veränderungen zum Besten, über die sich auch die Herren im Keller Gedanken machen sollten.
Nach der Pause - für die Männers hat Theodore heute auch Kaffee gekocht - erzählte Theodore dann noch einmal, wie schon in unserer ersten Stunde, vom Ablauf der Geburt und betonte dabei in ihrer humorvollen, wunderbaren Art die Wichtigkeit der Männer für diese Situation.
Es wurde gelacht, geschmunzelt und ich denke auch eine ganze große Menge an Infos und Wissen mitgenommen und Dingen, über die man(n) nachdenken kann.