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Dienstag, 27. April 2010

Rhabarber zu viert

Nachdem ich ja letzte Woche nicht dabei sein konnte, freute ich mich heute umso mehr auf das Treffen - wer wird noch dabei sein?
Es war wieder die nette vierer Runde. Wobei Christina bereits drei Tage über Termin liegt. Nun gut - im grünen Bereich!
Auch heute gab es wieder ein leckeres Eis - mit frischem Rhabarberkompott - mhhhh :)
Iris holte mich um kurz vor drei ab und wir saßen tatsächlich bis acht zusammen - es gab so viel zu erzählen, zu fragen, zu klönen, auszutauschen. Empfohlene Kinderäzte, Chiropraktiker für geschundene Ischiasnerven, die tollen Kissen von Leofrey, welche nächste Woche auch bei mir angeliefert werden...

Iris hat am kommenden Mittwoch Termin, wird also ggf. noch am Dienstag dabei sein können. Nicole und ich sind dann die beiden vorletzten mit dem 24. und 25. Mai...
Ach, das ist spannend...

Dienstag, 13. April 2010

Das erste Eis und ein netter Klönschnack!

Der Kurs ist ja vorüber, und so haben wir Mädels - d.h. vier von uns 10 - uns heute zum Eis essen verabredet. Nicht alle waren dabei - zwei von uns haben bereits ihr Babys bekommen in der Zwischenzeit und die anderen waren verhindert.
Es war das erste Eis des Jahres für mich und wir hatten Glück mit dem Wetter. Wir haben uns in nenndorf getroffen, am Ort der Hebammenpraxis und ich bin direkt nach der Arbeit los.
Es war eine nette Runde - im Kurs kam man ja doch nicht dazu, so ganz ausführlich miteinander zu klönen. Das Thema Kinderwagen nahm uns heute in Beschlag, da Christina mit dem Zusammenbauen der einzelnen Teile ihres Wagen so ihre Probleme hatte und vorher noch im Babymarkt gewesen war... Ich habe ja noch keinen gekauft - will mir auch noch das "Exemplar meines Verlangens" live ansehen und warte dann mit großer Dankbarkeit auf die Geburtsgeschenke meiner Oma, Großtante und meines Papas, bevor wir los stiefeln, einen Wagen zu kaufen.

Die Kühle des Abends trieb uns dann nach drei Stunden Heim...

Montag, 12. April 2010

Antworten auf meine Fragen...

... bzw. die Bestätigung meiner Vorstellungen und Wünsche zu meiner bevorstehenden Entbindung gibt mir unverhofft Frédérick Leboyer, französischer Gynäkologe und Geburtshelfer.
Ich habe sein Buch "Geburt ohne Gewalt" gelesen und lese zurzeit noch "Atmen, singen, gebären" und bin so vollends dankbar und glücklich und begeistert über das Gelesene!
Ich nehme nicht absolut und vollends a l l e s an und übernehme es für mich, aber der Grundgedanke ist genau seiner! Wie schön, dass nun ab nächster Woche der Mutterschutz ansteht und ich Zeit habe für mich und mein Baby und die Vorbereitung auf die Geburt, so wie ich sie mir vorstelle...

Ich habe folgendes Interview mit Frédérick Leboyer gefunden und möchte dieses in diesem Eintrag fest halten.

Monsieur Leboyer, wie viele Geburten haben Sie in Ihrer aktiven Laufbahn als Geburtshelfer begleitet?
Zahlen. Zahlen und Statistiken sagen nichts aus über das Wesentliche. Aber wenn Sie es genau wissen wollen: Es waren weit über 10.000 Geburten, wovon die letzten 1.000 von meinen neuen Ideen beeinflusst waren.

Was hat Sie in den siebziger Jahren zu Ihrer neuen Sicht der Geburt und Geburtsmedizin geführt? Waren es Ihre Reisen nach Indien?
Nein. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Es war vielmehr meine eigene Psychoanalyse, die mir plötzlich eine neue Perspektive eröffnete. Geht man in der Psychoanalyse sehr tief, bringt sie einen zurück zur eigenen Geburt. Vorher hatte ich nur Augen für die Frau und ihre Situation, doch als ich in der Psychoanalyse die Ängste meiner eigenen Geburt wieder erlebte, rückte das Kind in mein Blickfeld. Auf einmal sah ich diese wachen Augen voller Angst.

Wie erlebt das Kind Schwangerschaft und Geburt?
Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Kind ein König. Die Gebärmutter wächst und wächst, und es hat eine unendliche Freiheit, sich in seinem Königreich einzurichten. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wächst das Kind schneller als der Uterus. Aus dem Königreich wird ein Gefängnis. Mit jedem Tag wird die Enge drängender. Und irgendwann fasst das Kind einen Entschluss: Ich muss raus! Man weiß heute, dass der Reiz, der die Geburt auslöst, auch vom Kind ausgeht. Das Kind wird selbst aktiv.

Was bedeuten Schwangerschaft und Geburt für die Frau?
In der Schwangerschaft erlebt die Frau ein Paradox. Im gleichen Maße, wie sie der Niederkunft entgegen geht, werden in ihr - immer unter der Voraussetzung, dass sie ihre Schwangerschaft bewusst erlebt - die Gefühle und Ängste wach, die sie selbst bei ihrer Geburt durchmachte. Viele Mütter haben mir berichtet: Leben schenken ist wie selbst geboren zu werden. Ich halte es für wesentlich, dass sich eine Schwangere mit dieser Reise zur eigenen Herkunft auseinandersetzt. Die Schwangerschaft ist eine Pilgerfahrt zu den Ursprüngen des Lebens.

Viele Frauen erleben die Schwangerschaft weniger poetisch. Für sie überwiegen körperliches Unwohlsein, Einschränkungen in der Beweglichkeit und die ungewisse Zukunft.
Sicher. Eine Frau, die z.B. sehr von ihrem Beruf vereinnahmt wird, wird diese innere Reise nicht machen. Doch sie wird etwas versäumen.

Hat die innere Reise einen Einfluss darauf, wie die Frau die Geburt erlebt?
Wenn eine Frau ein Kind bekommt, stirbt sie und wird wiedergeboren. Die Reise zurück zu den eigenen Ursprüngen bereitet sie darauf vor. Ab dem Moment, in dem eine Frau wirklich Mutter wird, zählt das Kind mehr als sie selbst. Viele Frauen haben ein Kind und sind doch nicht Mutter. Das ist absolut nicht dasselbe. Diese Verwandlung von der Frau zur Mutter kann nur erleben, wer den Mut hat, sich den eigenen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden.

Warum löst der Gedanke an die bevorstehende Geburt ihres Kindes bei vielen Frauen Angst und Unwohlsein aus?
Die Geburt eines Kindes ist etwas Heiliges. Etwas Mysteriöses. Etwas, das wir nicht mit dem Verstand erfassen oder dem Willen steuern können. Etwas, das Angst macht. Etwas, das stärker ist als wir. Eine Frau in den Wehen ist wie auf einem kleinen Boot inmitten eines tosenden Sturms. Sie ist ganz allein und begegnet einer Kraft, die viel, viel stärker ist als sie. Immer kurz davor, Schiffbruch zu erleiden, erreicht sie doch am Ende den rettenden Hafen. Diese Urgewalten auf ihrem Weg machen Angst.

Wie soll sich eine Schwangere auf die Geburt vorbereiten?
Sie muss sich der Wahrheit stellen. Die "sanfte" Geburt gibt es nicht, das ist blanker Unsinn. Eine Geburt ist immer ein Akt der Gewalt. Deshalb muss die Frau wissen, dass sie ganz allein auf dem winzig kleinen Boot im schlimmsten Unwetter um ihr Überleben kämpfen wird. Ist sie bereit, sich dieser Erfahrung zu stellen, dann kann sie die Niederkunft als ein großes Fest erleben.

Inwiefern?
Die Geburt ist der Gipfel der Intimität, daran sind nur zwei beteiligt. Die Frau und das Kind. Der Sturm trägt die Frau immer weiter und weiter, bis sie zuletzt den Höhepunkt der Ekstase auskosten kann. Ihre Wahrnehmung ändert sich, sie tritt aus sich heraus. Es gibt in diesem Moment nichts auf der Welt, nur noch die Frau und das Kind.

Sie haben gesagt, eine Geburt sei keine Aufgabe für eine Mannschaft, und bezogen sich dabei auf die Geburtshelfer und Hebammen im Krankenhaus. Was kritisieren Sie?
Im Krankenhaus bestimmen die Geburtshelfer die Spielregeln. Es besteht die Gefahr, dass man Ihnen Ihre Geburt stiehlt. Nichts anderes habe ich über viele Jahre gemacht, ich habe den Frauen ihre Geburt gestohlen. Lassen Sie das nicht zu!
Ärzte interessieren sich für Krankheiten und Komplikationen. Ist jemand bei guter Gesundheit, empfinden sie es als eine Art Verrat. Doch eine Geburt ist etwas so Normales, so Natürliches, so Alltägliches, ja so Gesundes. Für den Arzt ist da kein Platz. Erst wenn es wirklich zu etwas Unvorhergesehenem kommt, sollte der Arzt eingreifen.

Was sind ideale Bedingungen für eine Geburt?
Eine ideale Geburt gibt es nicht. Sie müssen völlig frei sein, keine Rolle spielen, keine Tabus beachten. Nur wenn eine Frau allein ist, kann sie ihre ganze Spontanität ausleben. Die Niederkunft ist einem Orgasmus sehr, sehr ähnlich. Die Frau muss ganz in sich sein, in dem, was mit ihr vorgeht, doch wie beim Orgasmus kann sie es selbst nicht steuern, sondern muss sich fallen lassen. Im Krankenhaus mit einer ganzen Schar von Zuschauern ist diese Intimität nicht zu erreichen. Bei einer Hausgeburt mit einer guten, erfahrenen Hebamme sind die Bedingungen günstiger.

Welche Rolle spielt die Hebamme?
Die Hebamme sollte nichts tun. Eine wirklich gute Hebamme ist einfach da. Sie ist so ruhig, so frei von Angst, dass sie diese Ruhe und Zuversicht überträgt. Dann gewinnt die Frau Vertrauen in sich selbst. Doch im Krankenhaus sind auch die Hebammen zu aktiv.

Sollte der Vater des Kindes bei der Geburt anwesend sein?
Das ist reine Pornographie. Er kann nur Zuschauer sein, die Reise der Niederkunft muss die Frau allein antreten. Er kann ihr nicht folgen. Schon während der Schwangerschaft muss er lernen, dass sich seine Frau verändern und zeitweise von ihm abwenden wird. Es erfordert sehr viel Reife und Großzügigkeit, das zu akzeptieren und die Frau zu gegebener Zeit als Partnerin wieder aufzunehmen.
Für das Kind repräsentiert der Vater die Außenwelt. Es scheint jedoch so, als verlasse die Frau um den sechsten Schwangerschaftsmonat herum diese Außenwelt. Je mehr sie mit dem Ungeborenen in Kontakt tritt und je mehr sie nach innen horcht, desto weniger ist sie für die Außenwelt ansprechbar. Dies gilt ebenso für die ersten Monate nach der Geburt, in denen sie für das Kind das ganze Universum ist.

Warum gerade im sechsten Monat?
Den Grund kenne ich nicht, aber viele Frauen haben mir davon berichtet. Ein werdender Vater verdächtigte seine Frau gar, einen Liebhaber zu haben. Doch da war niemand anderer als das Kind.
Im alten China durfte der Mann seine Frau während der letzten drei Monate der Schwangerschaft nicht mehr sehen. Und das Kind bekam er nicht vor Ablauf von drei Monaten nach der Geburt zu Gesicht. Auch in Indien verließ die Frau etwa im sechsten Monat ihren Mann und kehrte vorübergehend zu ihrer Mutter zurück.

Wie sollten Eltern ihr Kind auf dieser Welt empfangen?
Wir müssen die Kinder mit Wärme und Zärtlichkeit überreichlich füttern. Denn das brauchen sie ebenso sehr wie Nahrung. Wir sollten nie vergessen, wie angenehm es für das Kind im Mutterleib war. Nach der Geburt bleibt nur das unerträgliche Gefühl der Leere, nichts ist mehr da, was seinen Körper hält, es bewegt, die Geräusche sind anders, alle Sinneseindrücke sind fremd. Ein Kind zu berühren, zu wiegen, zu streicheln, versöhnt es mit dem fremden Außen. Das ist wahre Liebe.

Das Interview führte Ursula Bachhausen.

Literatur: "Frédérick Leboyer - Geburtshelfer und Poet" Voller Weisheit und Poesie widmet sich Frédérick Leboyer in seinen Büchern der Frage, wie Mutter und Kind die Geburt und das Beisammensein in den ersten Monaten erleben. Mit diesen Schriften löste Leboyer eine weltweite Revolution in der Geburtshilfe aus, die als "sanfte Geburt" bekannt wurde:
"Geburt ohne Gewalt."
"Sanfte Hände - Die traditionelle Kunst der indischen Babymassage."
"Das Geheimnis der Geburt."
Alle erschienen im Kösel Verlag.

Dienstag, 9. März 2010

Geburtsvorbereitungskurs die Dritte



... und heute mit den Herren der Schöpfung!
Es war ein gelungener Abend!
Mein Liebster zeigte zwar keinerlei offensichtliches Zögern in den letzten Tagen, aber man weiß ja nie, wie es mit der tatsächlich Vorfreude im Innern dann doch ausschaut ;)
Jedenfalls waren alle Frauen in Begleitung zugegen.
Theodore schickte die Männer dann erst einmal in den Keller, kam zurück und übergab uns die Aufgabe, das Thema "Veränderungen positiver wie negativer Art durch die Geburt eines Kindes für uns selbst, für die Beziehung, für die Großfamilie, im Beruf und für Freundschaften" zu besprechen.
Die Männer sollten sich dann nach ihrer Rückkehr erst einmal gegenseitig vorstellen, was interessante Einblicke ergab und vor allem war es interessant zu sehen, wer was aus der gemeinsamen Unterhaltung hervorhob. Mein Liebster und sein Klönpartner hatten offensichtlich viel Spaß ...
Dann gaben wir alle unsere Gedanken zu den Veränderungen zum Besten, über die sich auch die Herren im Keller Gedanken machen sollten.
Nach der Pause - für die Männers hat Theodore heute auch Kaffee gekocht - erzählte Theodore dann noch einmal, wie schon in unserer ersten Stunde, vom Ablauf der Geburt und betonte dabei in ihrer humorvollen, wunderbaren Art die Wichtigkeit der Männer für diese Situation.
Es wurde gelacht, geschmunzelt und ich denke auch eine ganze große Menge an Infos und Wissen mitgenommen und Dingen, über die man(n) nachdenken kann.

Dienstag, 2. März 2010

Beckenboden und andere Geschichten




Voller Freude, da es einfach eine nette Runde ist, ging es heute wieder auf in den Kurs. Wieder lecker Tee und kleine Knabbereien und viele interessante und lehrreiche Informationen warteten...
Theodore begann mit Entspannungsübungen, von denen sie selbst sagte, würdet ihr sie in einem normalen Gym-Kurs machen und Geld dafür zahlen, würdet ihr nie wieder hingehen, aber mit eurem Bauch und vielleicht nicht mehr ganz so viel Bewegung wie normalerweise... Ich muss sagen, es war aber gutes Gefühl, zu merken, dass ich noch immer so beweglich bin, wie eh und je und mich noch nicht fühle wie eine kleine Wachtel :-) Aber ausser Bauch hab ich auch nicht zugelegt bisher und die täglichen Wanderungen mit Tilda bringen vielleicht ihr Übriges.
Dann ging es heute um unseren Beckenboden. Wo ist er, was ist er, wozu ist er da und worauf müssen wir acht geben ... um eben nicht mit 50 Jahren ein kleines Problemchen zu bekommen... Wir haben ihn dann auch gesucht, unseren Beckenboden. Und - gefunden! Ein, zwei Übungen gemacht und eine nette Hausaufgabe mitbekommen.
Mir ist nun auch klar, warum mir bereits seit dem 3. Monat jeder alles aus der Hand reisst, was getragen werden muss. Nicht, weil das Baby, sondern dieser feine, kleine Beckenboden ggf. ordentlich eins mitbekommt.
Das Thema Bauchmuskeln schlich sich im Zuge dieser Beckenboden-Geschichte dann auch ein, und gab mir wieder so ein A-H-A Erlebnis. Es ging um die Vorderen und dass wir bitte alles über die Seite machen sollen - nun erklärt sich auch anatomisch für mich, warum es mittlerweile auch gar nicht anders geht, als mich aus dem Bett zu rollen oder fast rückwärts vom Sofa wieder hoch zu kommen :-) Auch diese beiden Stränge bedürfen also ein bisschen Achtsamkeit.
In der Pause kamen wir dann auf Kinderärzte zu sprechen und es wurde fest gestellt, dass es die Einwohner des Landkreises (zu denen wir trotz haarscharfer Grenze hinten bei uns im Wald nicht gehören...) in diesem Falle besser trifft, da DIE Ärzte im Landkreis praktizieren, und auch nur noch Kinder aus dem Landkreis und nicht mehr aus dem Hamburger Süden, annehmen. In unserem Stadtteil sind wir leider nicht gut bedient... na prima. Aber ich sage mir immer, groß werden sie alle...
Auf Wunsch einer einzelnen sprachen wir dann noch über ambulante Geburten - eine weitere Möglichkeit unter all den andren vielen.
Und als wir dann im Zuge dieses Gespräches noch auf die Hygiene in Kliniken, vor allem den großen Kliniken, zu sprechen kamen, da schwankte meine Ansicht zu der einen von mir bisher favorisierten wieder mächtig und nun bin ich wirklich fast entschieden, in das (kleinere) Krankenhaus im Landkreis zu gehen. Die Versorgung durch das dortige Hebammen Team soll hervorragend sein, die ärtzliche Versorgung sei sowieso sehr gut, und es herrsche dort eben kein Mangel an Reinigungskräften, es gäbe dort eben keine Geburtenzahl von an die 2000 im Jahr und das gebärende Publikum sei eben auch der etwas anderen Art im Vergleich zu der Klinik in der Stadt...

Nächstes Mal kommen die lieben Kerls mit dazu und ich bin schon gespannt, was uns alle dann erwarten wird.

Eine geruhsame Nacht.

Dienstag, 23. Februar 2010

Der erste Abend im Geburtsvorbereitungskurs




Es war eine unheimlich nette Runde - 10 Frauen mit mehr oder weniger runden Kugelbäuchen und die liebe Theodore, dazu Tee (Schafgarbe-Zinnkraut-Brennessel-und-was-weiß-ich-nicht-alles-Mischung, lecker) und Leckereien.
Die Praxis ist unheimlich gemütlich und kuschelig warm und Theodore eine herzenswarme Person!
Gehechelt oder rythmisch geatmet (nee, nee E., denkste wohl) wurde nicht...
Heute hat Theodore über die "normale" Geburt erzählt... DIE normale Geburt gibt's nicht, aber eine Lehrbuch-08/15-Geburt, und wie der körperliche "normale" Ablauf sei... Ich muss sagen, ich habe viel Neues erfahren, viele Neuerungen, zu denen ich nur die "ollen" Geschichten zu dem wie es früher war kenne (Erzählungen der Omis und Großtanten und auch die der Muttis....) Das ganze wurde durch unsere Fragen und Bemerkungen eine rundum lebhafte und interessante Sache! Ich habe zu den Kliniken, die wir uns ansehen werden einiges mehr erfahren, einiges bestätigt bekommen, anderes Neues gehört: die eine, die einen wahnsinns Andrang hat, da sie die Kinderstation gleich mit im Hause hat, aber dementsprechend nur eine Hebamme auf 5 Frauen zu bieten hat, die andere, die keine Kinderstation hat für unvorhergesehene Fälle, aber "meine" Hebamme nur für mich da sein wird, und alles macht, was ich brauche, möchte, will... und so weiter...
Ein paar weitere Stichpunkte gefällig? Kaiserschnitt; Geburt im Liegen (heute doch nicht mehr...); der Damm...; Stehen; Knien; Hocken; treibend im Wasser...; Männer, die unglaubliches leisten (und laut Theodore tun sie das alle: "ich kenne eure Männer nicht, aber ihr könnt euch alle auf sie verlassen, sie werden großartig sein" Es sei denn, wir wollen sie nicht dabei haben, oder sie wollen partout nicht ... auch das muss akzeptiert werden...); herrliche Anekdoten und fundiertes Wissen von Theodore; Fruchtwasser und Blasensprung; Frühchen; Köpfchen, die fest im Becken sitzen; die drei Phasen der Geburt, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, an deren Ende aber e n d l i c h ein Baby auf meinem Bauch liegen wird!!!

Was mich tatsächlich gewundert hat, war, dass so viele der Frauen heute Abend ins Maria Hilf gehen wollen eben wegen dieser genannten Kinderstation, "für den Fall, dass...". Über "den Fall, dass..." habe ich mir keinerlei Gedanken gemacht bisher... und mache es auch jetzt nicht!
Mein größtes Anliegen - und vielleicht spiegelt das auch einfach mein Wesen an sich wider - ist, dass ich genau das bekomme, wie ich es mir vorstelle (vom Geburtsverlauf an sich einmal abgesehen, da kann ich wahrscheinlich planen, was ich ich will, am Ende wird es wahrscheinlich eh ganz anders, nicht im Wasser, sondern im Hocken oder so...) in puncto sanfte Geburt an sich und vor allem Bindung! Ich möchte sagen können, jetzt möchte ich mein Baby erst einmal so lange ich will bei mir haben, das kleine Wesen, das eh völlig geschockt ist, wenn es aus der gemütlichen, stets warmen und dunklen Enge in Mama's Bauch heraus kommt, auf meiner Haut ganz nah bei mir liegen haben, es trinken lassen, mit Papa diese bestimmt so unbeschreibliche und unwiederbringliche erste Bindungsphase absolut nutzen und genießen.
Ich möchte dann keine Hebamme, weil in Eile, um mich haben, die sagt, so, nun ist's genug, jetzt muss ich es waschen und wiegen und messen... husch, husch...

Ach, das ist wirklich einfach schön...! Wir bekommen ein Baby... und es ist spannend, jetzt wo alles Gestalt annimmt, man andere Frauen trifft, die in der selben Situation sind und die Dinge vielleicht ganz anders sehen, oder auch genau so, von anderen Erlebnissen berichten oder die eigenen widerspiegeln und man selber denkt: ach wie gut, bei der ist das auch so... na dann...

Am 3., 5. und 7. Termin kommen die Partner mit in den Kurs. Mein Liebster kommt mit, hätte aber eh keine andre Wahl, ich würd' ihn zu seinem Glück zwingen :)

Jetzt gehe ich grad schnell noch mal auf die Seite http://www.menschenskinder.biz/
die stellen am 13. und 14. März in der Hebammenpraxis aus und es sind bereits im Schaufenster wunderschöne Dinge dekoriert ( diese zauberhaften Lampen und Kuscheldecken sind gar nicht im Online Shop zu finden...) - das könnte gefährlich werden...