Dienstag, 27. April 2010

Vollmond



Wow!
Welch ein phantastischer Abend!
Herrliche Luft und ein traumhafter Himmel.
Meine Kamera hat mich mit dem neuen Objektiv doch auch recht zufrieden gestellt.


Rhabarber zu viert

Nachdem ich ja letzte Woche nicht dabei sein konnte, freute ich mich heute umso mehr auf das Treffen - wer wird noch dabei sein?
Es war wieder die nette vierer Runde. Wobei Christina bereits drei Tage über Termin liegt. Nun gut - im grünen Bereich!
Auch heute gab es wieder ein leckeres Eis - mit frischem Rhabarberkompott - mhhhh :)
Iris holte mich um kurz vor drei ab und wir saßen tatsächlich bis acht zusammen - es gab so viel zu erzählen, zu fragen, zu klönen, auszutauschen. Empfohlene Kinderäzte, Chiropraktiker für geschundene Ischiasnerven, die tollen Kissen von Leofrey, welche nächste Woche auch bei mir angeliefert werden...

Iris hat am kommenden Mittwoch Termin, wird also ggf. noch am Dienstag dabei sein können. Nicole und ich sind dann die beiden vorletzten mit dem 24. und 25. Mai...
Ach, das ist spannend...

Montag, 26. April 2010

Babykino...

... gab es heute Abend!
Nach diesem Tag voller Erledigungen bin ich den Abend entspannt angegangen und mein Liebster und ich haben gemütlich auf dem Sofa gelegen. Aber der TV war schnell nebensächlich:
mein Bauch zeigte den besseren Film!
Ein Auf und Ab und ein Geschaukel und Bewegungen, wie brandende Wellen gingen über meinen Bauch. Mein Liebster kam aus dem Staunen nicht heraus und auch ich erwarte jedes Mal, dass plötzlich ein kleines Menschlein hervor luschert und uns zuwinkt ...
Den runden kleinen Po, die Füsschen, die sich gerne gen Rippen ausstrecken, all das kann man so differenziert erfühlen - das ist einfach überwältigend!




Vier Wochen!

Heute in vier Wochen...

Sonntag, 25. April 2010

Woche 1 Mutterschutz

Rückblick auf die erste Woche

Montag morgen früh los - Ämtertour war geplant, und danach ein Bummel mit meiner Mama durch Ottensen - Wetter war kalt, aber sonnig, das portugiesische Café herrlich,

aber dann ging's los: es ging gar nichts mehr - so elendig habe ich mich noch nie gefühlt,

irgendwie nach Hause geschafft...

bis Dienstag war ich elendig krank mit allem...

ich tippe stark auf Sonnenstich wegen Sonntag...

gut, dass es mein Mamichen gibt, sie hatte freie Tage und war stark im Einsatz in puncto Tildchen und auch sonst - DANKE!

Mittwoch dann allmählich wieder ins Leben zurück gefunden - die Dusche besucht und auf dem Sofa wieder menschlich gefühlt - armes, kleines Menschenwesen, was du wohl gedacht hast die Tage!? Jetzt erst mal wieder Stück für Stück normal essen und trinken...

Mittwoch bereits Termin mit Jugendamt vereinbart zwecks Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung (deutsche Bürokratie...) - fest gestellt, dass mein Perso abgelaufen ist - oh jee, jetzt auch noch schnelles Handeln...

Donnerstag dann also los zum Bezirksamt für neuen und vorläufigen Personalausweis, dort leider auch noch fest gestellt, dass ich mich gar nicht umgemeldet hatte letzten Sommer - uarrg, das wurde ein teurer Amtsbesuch...

vorbei geschaut bei meiner Kollegin im Statdbüro auf einen netten Klönschnack,

zu Hause für meine Großtante den Ausflugs-Gutschein fertig gestellt und

mit meinem Liebsten und Tildchen dann abends los zum Geburtstag - und zum Glück Appetit und Hunger und einen verträglichen Magen dabei... die liebe Verwandschaft getroffen und von jedem den Bauch voller Entzückung betrachten lassen...

Freitag dann Entspannung, mein Liebster war kränkelnd und blieb zu Hause... den ersten richtigen ausführlichen Waldspaziergang gemacht nach meiner Genesung - herrlich!

Jule kam für das Wochenende und beide sind sie am Samstag gestartet zum Crosstraining - das nächste Rennen steht vor der Tür...

den Vorsorgetermin für Samstag vorsorglich abgesagt, hatte ein komisches Blasengefühl... Donnerstag Abend noch ein-einhalb Kannen Tee getrunken, eine durchwanderte Nacht gehabt, aber morgens alles wieder gut...

spontan zum Pizzaessen (die weltbeste möchten man behaupten) bei meiner Schwiegermama eingeladen worden am Samstag, herrliche Waldrunde gedreht, auf dem Sofa gemütlich entspannt und dann noch auf dem Dachboden mit meines Liebsten Mama nach Babysachen gestöbert...

Jule und mein Liebster bringen einen Motocross Freund von Jule abends mit, der bei uns übernachtet - ein nettes Kerlchen!

Sonntag dann entspannt angehen lassen und die Pläne vom Ausflug an den Elbstrand verschoben - dieses einmalig traumhafte Wetter daheim, auf der Terrasse genossen, die drei zwischendurch an den Dorfteich auf einen Angelversuch gestartet, am späten nachmittag noch spontan mit Toby und Renate eine große Waldrunde gedreht...


Woche eins - verflogen!


Mein Bauch...

... hat sich abgesenkt.

35. SSW

Zeitgleich mit Beginn des Mutterschutzes Anfang der Woche.

Zeitgleich mit dem unschönen Sonnenstich, den ich mir eingefangen hatte.

Senkwehen habe ich nicht verspürt, es sei denn, sie haben sich Montag oder Dienstag mit den Schmerzen vermischt, die mir der Sonnenstich verpasst hat - einmal rund um den ganzen Körper herum und im Bauch/ Magen sowieso... von daher, wer weiß...

Beim Bauch ölen merkte ich also, dass obenrum Luft unter der Haut war - puff, Leere...

Und was hat die Haut in dieser Woche gejuckt - ständig und zum verrückt werden, was bisher noch nicht der Fall gewesen ist!

Der Juckreiz ist nun weg - das Sodbrennen ist ebenfalls weniger geworden, dafür ist das Schlafen blasentechnsich unangenehmer geworden ;)

Ich hatte Donnerstag oder Freitag auch das Gefühl, jetzt bekomme ich auch noch etwas mit der Blase - habe dann abends 1 1/2 Kannen Fencheltee vernichtet und bin die Nacht entsprechend auf Wanderung gewesen. Die Blase fühlte sich wieder gut an am nächsten Tag und nun ließ ich mir sagen, das hängt alles mit der Absenkung zusammen, die ja logischerweise dazu führt, dass die kleine Blase noch mehr in die Ecke gedrängt wird...

Aber es ist alles zeitgerecht... schön!

Samstag, 24. April 2010

Hilfe...

so was...
Warum ist denn meine komplette Sidebar ganz nach unten gerutscht, unter den letzten Post?
Wieder mal eine Sache, wo ich an mir Zweifel, konnte keine entsprechende Hilfe im Menü finden.
Wie bekomme ich das Ganze wieder an Ort und Stelle? Kann da jemand einen Tip geben?
Das geht ja gar nicht...

Danke!

Freitag, 23. April 2010

Freitags Füller




1. 1992 war ich junge 10 Jahre alt...

2. Was wann und wie genau in der Zukunft geschieht, möchte man besser nicht wissen.

3. Gestern abend habe ich zum Abendessen herrlich lecker auf dem Geburtstag meiner Großtante gespeist - nach diesen kranken Tagen hatte ich richtig guten Hunger und Appetit und alles blieb, wo es hingehört...

4. Liebe Mama, ich möchte dass du weisst, dass du die beste Mutti auf Erden bist und ich dir für dein "Da-sein" in den letzten Tagen ganz dolle Danke sagen möchte..., fahre also morgen ganz entspannt in den Urlaub - der kleine Mats wird auf dich warten und wir kommen klar...! :)

5. Über so vieles könnte ich herzhaft lachen momentan, es scheint, als würde es auch ein Humorhormon geben, das mich rundherum versorgt, was meine Lach- und Lustig-"Anfälle" angeht.

6. ______ und ich sage warum nicht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Freitag der entspannten Art, morgen habe ich Vorsorge bei Theodore geplant und eine Einladung zum Essen bei meiner Schwiegermutter (es gibt die berühmt-berüchtigte Pizza...) und Sonntag möchte ich wenn dieses traumhafte Wetter so bleibt, auf der Terrasse entspannen, lesen, mit meinem Liebsten und Tildi in den Wald...!

Montag, 19. April 2010

Fünf Wochen!

Heute in fünf Wochen...

Termin wurde nicht offiziell korrigiert, deshalb sind es heute - ab Beginn Mutterschutz - noch fünf Wochen!

Sonntag, 18. April 2010

Traditionen und Gestricktes

Heute möchte ich einmal die wunderschönen von meines Liebsten Mutter gestrickten süssen Teilchen, die Traditionenwiege, in der bisher jedes Enkelkind der Familie geschlafen hat, und das Traditionsbild mit den Heinzelmännchen zeigen. Die Stickereien auf der Schärpe an der Wiege und das Bild sind wohlbemerkt von ihr selber gestrickt!
Sie hat uns diese Gaben noch am Ostermontag Abend gegeben und ich bin an dem Abend nur noch darum herum scharwenzelt, weil ich mich so unendlich darüber gefreut habe.





Samstag, 17. April 2010

Wärme, Sonne, Freiheit, Zeit

ausgeschlafen und in einem von der Sonne erfüllten Raum erwacht

blauer Himmel

erster Gedanke: ich habe alle Zeit...

eine herrliche Morgenrunde gedreht









Frühstück auf der Terrasse - in eine dicke Decke gehüllt

die Wärme genossen und - die Zeit!

mit meinem Liebsten telefoniert, der ja schon seit gestern auf dem Crossplatz weilt

das Bad für gefühlte Stunden blockiert...

mit Tilda eine herrliche Waldrunde gedreht, der Frühling ist ausgebrochen, die Sonne wärmt so wunderbar



entspannter, kleiner Einkauf

was leckeres gegessen auf der Terrasse und den Abend dort eingeläutet

Wohnung bisserl aufgeräumt, lecker Apfelkerzen verteilt und die Ruhe und Zeit genossen...



Freitag, 16. April 2010

Mein letzter Tag!

Heute nun ist es soweit gewesen - ein traumhaft herrlicher Sonnentag, der mich ganz beschwingt hat in mein Wochenende und in meinen Mutterschutz gehen lassen!
Gestern bereits habe ich mich mit einem kleinen Umtrunk von meinen Kollegen verabschiedet - es war eine nette Runde und ich habe überraschenderweise so wundervolle Aufmerksamkeiten erhalten, über die ich mich so sehr gefreut habe - und lauter nette Worte, die mir doch gezeigt haben, welchen Stand man bei den Kollegen und in der Firma hat.
Mein geliebter Arbeitsplatz wird nun von einer Kollegin während meiner Abwesenheit in der Elternzeit besetzt - heute hatte ich regelrecht das Gefühl, meinen Arbeitsplatz zu personifizieren, indem ich gedacht habe, dass es "ihm" hoffentlich gut gehen wird in dem kommenden Jahr...
Davon abgesehen ist es heute ansonsten eher wie ein normaler Start in ein sonniges Wochenende... gestern holte mein Liebster mich nach der Arbeit ab und wir haben uns eine leckere Tüte Pommes ,-) am See gegönnt, um dann mit dem Tildchen noch eine Runde an dem herrlichen Abend spazieren zu gehen - da hatte ich eher ein sentimentales Gefühl... und nach den ganzen vorabendlichen Vorbereitungen (Einkaufen, die Kuchen backen etc.) und dem trubeligen Tag, bin ich doch gestern tatsächlich um kurz nach 8 todmüde ins Bett gefallen...
Heute erwarteten mich daheim ein Strauß Tulpen und eine süsse Karte von meiner Mama - "Willkommen im Mutterschutz"! Ganz lieb!!!
Ich habe mich gleich auf die Terrasse gesetzt, Nase in die Sonne, Füsse hoch - h e r r l i c h! Tildchen konnte noch ausgiebig mit Toby spielen, der überraschend zu Besuch kam. Heute Abend nun haben wir uns absolut entspannt und es uns ganz gemütlich gemacht.
Hier nun ein paar Bilder von all den lieben Präsenten...



... Blümchen von meiner Mama...


... ein wunderhübsches Blumenpräsent von unseren Sozialen Diensten...


... ein wunderhübsch bepflanzter Blumenkob vom lieben V. , ein entzückendes Handpüppchen von Frau Sch. und ein Geschenk vom IFF...


... Frühling...


... eine ganz süsse Karte...


... und zum Vorschein kam ein Buch, das ich sogar auf meiner "Haben wollen"-Liste hatte - **freu**freu**, total lieb!


... quack...


... in der Abendsonne...


... eine zauberhafte Orchidee von unseren "drei guten Seelen"...


... eine Anspielung auf weiteren Nachwuchs...?

... und ein ganz leckerer Präsentkorb von unseren Ehrenamtlichen...!

So lieb - vielen Dank!

Freitags Füller


1. Umziehen möchte ich die nächsten langen Jahre erst einmal nicht mehr!!!

2. Zwischenmenschliche Bemühungen sind umsonst aber nie vergebens.

3. Meine beste Eigenschaft können andere wohl besser benennen als ich selbst...

4. Den Unterschied macht der Blick für Details.

5. In ungefähr 10 Jahren ist unser heute noch ungeborenes Baby bereits fast ein Teenager, hat vielleicht ein Geschwisterchen, ist unsere Tildi hoffentlich noch froh und munter und ich fühle mich noch immer so zufrieden, wie es heute der Fall ist...

6. Ignoranz, Überheblichkeit und Verstocktheit, das macht mich verrückt .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den gemütlichen Start in die kommenden freien Wochen, morgen habe ich ein paar Aufräumarbeiten und den Genuss des schönen Wetters geplant und Sonntag möchte ich mal wieder an den M. See fahren, damit Tildi mal wieder "raus" kommt!

Dienstag, 13. April 2010

Das erste Eis und ein netter Klönschnack!

Der Kurs ist ja vorüber, und so haben wir Mädels - d.h. vier von uns 10 - uns heute zum Eis essen verabredet. Nicht alle waren dabei - zwei von uns haben bereits ihr Babys bekommen in der Zwischenzeit und die anderen waren verhindert.
Es war das erste Eis des Jahres für mich und wir hatten Glück mit dem Wetter. Wir haben uns in nenndorf getroffen, am Ort der Hebammenpraxis und ich bin direkt nach der Arbeit los.
Es war eine nette Runde - im Kurs kam man ja doch nicht dazu, so ganz ausführlich miteinander zu klönen. Das Thema Kinderwagen nahm uns heute in Beschlag, da Christina mit dem Zusammenbauen der einzelnen Teile ihres Wagen so ihre Probleme hatte und vorher noch im Babymarkt gewesen war... Ich habe ja noch keinen gekauft - will mir auch noch das "Exemplar meines Verlangens" live ansehen und warte dann mit großer Dankbarkeit auf die Geburtsgeschenke meiner Oma, Großtante und meines Papas, bevor wir los stiefeln, einen Wagen zu kaufen.

Die Kühle des Abends trieb uns dann nach drei Stunden Heim...

Montag, 12. April 2010

Antworten auf meine Fragen...

... bzw. die Bestätigung meiner Vorstellungen und Wünsche zu meiner bevorstehenden Entbindung gibt mir unverhofft Frédérick Leboyer, französischer Gynäkologe und Geburtshelfer.
Ich habe sein Buch "Geburt ohne Gewalt" gelesen und lese zurzeit noch "Atmen, singen, gebären" und bin so vollends dankbar und glücklich und begeistert über das Gelesene!
Ich nehme nicht absolut und vollends a l l e s an und übernehme es für mich, aber der Grundgedanke ist genau seiner! Wie schön, dass nun ab nächster Woche der Mutterschutz ansteht und ich Zeit habe für mich und mein Baby und die Vorbereitung auf die Geburt, so wie ich sie mir vorstelle...

Ich habe folgendes Interview mit Frédérick Leboyer gefunden und möchte dieses in diesem Eintrag fest halten.

Monsieur Leboyer, wie viele Geburten haben Sie in Ihrer aktiven Laufbahn als Geburtshelfer begleitet?
Zahlen. Zahlen und Statistiken sagen nichts aus über das Wesentliche. Aber wenn Sie es genau wissen wollen: Es waren weit über 10.000 Geburten, wovon die letzten 1.000 von meinen neuen Ideen beeinflusst waren.

Was hat Sie in den siebziger Jahren zu Ihrer neuen Sicht der Geburt und Geburtsmedizin geführt? Waren es Ihre Reisen nach Indien?
Nein. Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis. Es war vielmehr meine eigene Psychoanalyse, die mir plötzlich eine neue Perspektive eröffnete. Geht man in der Psychoanalyse sehr tief, bringt sie einen zurück zur eigenen Geburt. Vorher hatte ich nur Augen für die Frau und ihre Situation, doch als ich in der Psychoanalyse die Ängste meiner eigenen Geburt wieder erlebte, rückte das Kind in mein Blickfeld. Auf einmal sah ich diese wachen Augen voller Angst.

Wie erlebt das Kind Schwangerschaft und Geburt?
Zu Beginn der Schwangerschaft ist das Kind ein König. Die Gebärmutter wächst und wächst, und es hat eine unendliche Freiheit, sich in seinem Königreich einzurichten. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wächst das Kind schneller als der Uterus. Aus dem Königreich wird ein Gefängnis. Mit jedem Tag wird die Enge drängender. Und irgendwann fasst das Kind einen Entschluss: Ich muss raus! Man weiß heute, dass der Reiz, der die Geburt auslöst, auch vom Kind ausgeht. Das Kind wird selbst aktiv.

Was bedeuten Schwangerschaft und Geburt für die Frau?
In der Schwangerschaft erlebt die Frau ein Paradox. Im gleichen Maße, wie sie der Niederkunft entgegen geht, werden in ihr - immer unter der Voraussetzung, dass sie ihre Schwangerschaft bewusst erlebt - die Gefühle und Ängste wach, die sie selbst bei ihrer Geburt durchmachte. Viele Mütter haben mir berichtet: Leben schenken ist wie selbst geboren zu werden. Ich halte es für wesentlich, dass sich eine Schwangere mit dieser Reise zur eigenen Herkunft auseinandersetzt. Die Schwangerschaft ist eine Pilgerfahrt zu den Ursprüngen des Lebens.

Viele Frauen erleben die Schwangerschaft weniger poetisch. Für sie überwiegen körperliches Unwohlsein, Einschränkungen in der Beweglichkeit und die ungewisse Zukunft.
Sicher. Eine Frau, die z.B. sehr von ihrem Beruf vereinnahmt wird, wird diese innere Reise nicht machen. Doch sie wird etwas versäumen.

Hat die innere Reise einen Einfluss darauf, wie die Frau die Geburt erlebt?
Wenn eine Frau ein Kind bekommt, stirbt sie und wird wiedergeboren. Die Reise zurück zu den eigenen Ursprüngen bereitet sie darauf vor. Ab dem Moment, in dem eine Frau wirklich Mutter wird, zählt das Kind mehr als sie selbst. Viele Frauen haben ein Kind und sind doch nicht Mutter. Das ist absolut nicht dasselbe. Diese Verwandlung von der Frau zur Mutter kann nur erleben, wer den Mut hat, sich den eigenen Ängsten zu stellen und sie zu überwinden.

Warum löst der Gedanke an die bevorstehende Geburt ihres Kindes bei vielen Frauen Angst und Unwohlsein aus?
Die Geburt eines Kindes ist etwas Heiliges. Etwas Mysteriöses. Etwas, das wir nicht mit dem Verstand erfassen oder dem Willen steuern können. Etwas, das Angst macht. Etwas, das stärker ist als wir. Eine Frau in den Wehen ist wie auf einem kleinen Boot inmitten eines tosenden Sturms. Sie ist ganz allein und begegnet einer Kraft, die viel, viel stärker ist als sie. Immer kurz davor, Schiffbruch zu erleiden, erreicht sie doch am Ende den rettenden Hafen. Diese Urgewalten auf ihrem Weg machen Angst.

Wie soll sich eine Schwangere auf die Geburt vorbereiten?
Sie muss sich der Wahrheit stellen. Die "sanfte" Geburt gibt es nicht, das ist blanker Unsinn. Eine Geburt ist immer ein Akt der Gewalt. Deshalb muss die Frau wissen, dass sie ganz allein auf dem winzig kleinen Boot im schlimmsten Unwetter um ihr Überleben kämpfen wird. Ist sie bereit, sich dieser Erfahrung zu stellen, dann kann sie die Niederkunft als ein großes Fest erleben.

Inwiefern?
Die Geburt ist der Gipfel der Intimität, daran sind nur zwei beteiligt. Die Frau und das Kind. Der Sturm trägt die Frau immer weiter und weiter, bis sie zuletzt den Höhepunkt der Ekstase auskosten kann. Ihre Wahrnehmung ändert sich, sie tritt aus sich heraus. Es gibt in diesem Moment nichts auf der Welt, nur noch die Frau und das Kind.

Sie haben gesagt, eine Geburt sei keine Aufgabe für eine Mannschaft, und bezogen sich dabei auf die Geburtshelfer und Hebammen im Krankenhaus. Was kritisieren Sie?
Im Krankenhaus bestimmen die Geburtshelfer die Spielregeln. Es besteht die Gefahr, dass man Ihnen Ihre Geburt stiehlt. Nichts anderes habe ich über viele Jahre gemacht, ich habe den Frauen ihre Geburt gestohlen. Lassen Sie das nicht zu!
Ärzte interessieren sich für Krankheiten und Komplikationen. Ist jemand bei guter Gesundheit, empfinden sie es als eine Art Verrat. Doch eine Geburt ist etwas so Normales, so Natürliches, so Alltägliches, ja so Gesundes. Für den Arzt ist da kein Platz. Erst wenn es wirklich zu etwas Unvorhergesehenem kommt, sollte der Arzt eingreifen.

Was sind ideale Bedingungen für eine Geburt?
Eine ideale Geburt gibt es nicht. Sie müssen völlig frei sein, keine Rolle spielen, keine Tabus beachten. Nur wenn eine Frau allein ist, kann sie ihre ganze Spontanität ausleben. Die Niederkunft ist einem Orgasmus sehr, sehr ähnlich. Die Frau muss ganz in sich sein, in dem, was mit ihr vorgeht, doch wie beim Orgasmus kann sie es selbst nicht steuern, sondern muss sich fallen lassen. Im Krankenhaus mit einer ganzen Schar von Zuschauern ist diese Intimität nicht zu erreichen. Bei einer Hausgeburt mit einer guten, erfahrenen Hebamme sind die Bedingungen günstiger.

Welche Rolle spielt die Hebamme?
Die Hebamme sollte nichts tun. Eine wirklich gute Hebamme ist einfach da. Sie ist so ruhig, so frei von Angst, dass sie diese Ruhe und Zuversicht überträgt. Dann gewinnt die Frau Vertrauen in sich selbst. Doch im Krankenhaus sind auch die Hebammen zu aktiv.

Sollte der Vater des Kindes bei der Geburt anwesend sein?
Das ist reine Pornographie. Er kann nur Zuschauer sein, die Reise der Niederkunft muss die Frau allein antreten. Er kann ihr nicht folgen. Schon während der Schwangerschaft muss er lernen, dass sich seine Frau verändern und zeitweise von ihm abwenden wird. Es erfordert sehr viel Reife und Großzügigkeit, das zu akzeptieren und die Frau zu gegebener Zeit als Partnerin wieder aufzunehmen.
Für das Kind repräsentiert der Vater die Außenwelt. Es scheint jedoch so, als verlasse die Frau um den sechsten Schwangerschaftsmonat herum diese Außenwelt. Je mehr sie mit dem Ungeborenen in Kontakt tritt und je mehr sie nach innen horcht, desto weniger ist sie für die Außenwelt ansprechbar. Dies gilt ebenso für die ersten Monate nach der Geburt, in denen sie für das Kind das ganze Universum ist.

Warum gerade im sechsten Monat?
Den Grund kenne ich nicht, aber viele Frauen haben mir davon berichtet. Ein werdender Vater verdächtigte seine Frau gar, einen Liebhaber zu haben. Doch da war niemand anderer als das Kind.
Im alten China durfte der Mann seine Frau während der letzten drei Monate der Schwangerschaft nicht mehr sehen. Und das Kind bekam er nicht vor Ablauf von drei Monaten nach der Geburt zu Gesicht. Auch in Indien verließ die Frau etwa im sechsten Monat ihren Mann und kehrte vorübergehend zu ihrer Mutter zurück.

Wie sollten Eltern ihr Kind auf dieser Welt empfangen?
Wir müssen die Kinder mit Wärme und Zärtlichkeit überreichlich füttern. Denn das brauchen sie ebenso sehr wie Nahrung. Wir sollten nie vergessen, wie angenehm es für das Kind im Mutterleib war. Nach der Geburt bleibt nur das unerträgliche Gefühl der Leere, nichts ist mehr da, was seinen Körper hält, es bewegt, die Geräusche sind anders, alle Sinneseindrücke sind fremd. Ein Kind zu berühren, zu wiegen, zu streicheln, versöhnt es mit dem fremden Außen. Das ist wahre Liebe.

Das Interview führte Ursula Bachhausen.

Literatur: "Frédérick Leboyer - Geburtshelfer und Poet" Voller Weisheit und Poesie widmet sich Frédérick Leboyer in seinen Büchern der Frage, wie Mutter und Kind die Geburt und das Beisammensein in den ersten Monaten erleben. Mit diesen Schriften löste Leboyer eine weltweite Revolution in der Geburtshilfe aus, die als "sanfte Geburt" bekannt wurde:
"Geburt ohne Gewalt."
"Sanfte Hände - Die traditionelle Kunst der indischen Babymassage."
"Das Geheimnis der Geburt."
Alle erschienen im Kösel Verlag.

Sonntag, 11. April 2010

Motocross Rennen Auftakt - super...

Sonntag Morgen, 7:00 Uhr, bewölkt und kalt...

Thermoskanne mit Tee und Kaffee im Gepäck, geschmierte Brötchen, eine müdes Julchen...

Wir sind auf dem Weg nach Syke, zum ersten Rennen der Saison des Niedersachsen Cups.

Jule's erstes Rennen!

Die Autobahn ist leer, meine Augen fallen irgendwann zu...

Kurz vor 9:00 Uhr kommen wir auf dem gefüllten Platz an - und suchen das Wohnmobil unserer Freunde, die mit ihren Kindern bereits seit gestern vor Ort sind.

Es ist soo kalt! Und wir haben gar nichts entsprechendes zum Anziehen dabei - zum Ende des Tages bleibe ich im Auto sitzen - wärme mich zwischendurch immer mal wieder in den Toilettenräumen des Gasthauses auf :) dort sind zwei heiße Heizungen!!!

Es gibt einen Zeitlauf, um die Strecke kennen zu lernen und um die Aufstellung für den Start zu "erfahren".

Jule geht so cool und souverän an das Ganze heran, das ist wirklich absolut mutig und wir bewundern sie total - eine Gruppe von fast zwanzig weiteren FahrerInnen, die teilweise sogar schon 16 Jahre alt sind. Mein Liebster sagt nicht nur einmal an dem Tag, dass er sich das nicht trauen würde!

Es gibt immer zwei Renndurchläufe pro Gruppe, danach stehen dann die endgültigen Platzierungen fest. Aber darum geht es gar nicht an diesem Tag - das Julchen nimmt sicher so viel mehr mit, als eine Platzierung. Diese Erfahrung an sich, ihr allererstes Rennen, bei dem sie nach meines Liebsten Aussage alles gelernte so toll umgesetzt und vor allem viel Spaß gehabt hat mit den beiden anderen Kiddis!

Ein langer, guter, spannender Tag - die Rückfahrt startet mit einer voll aufgedrehten Heizung, und allmählich vergeht mein Gefühl, dass ich mir eine Lungenentzündung zugezogen habe ;-)

Ein paar Impressionen...