Donnerstag, 30. April 2009

April 2009

Osterfeuer, Elbe, die Kajüte und Weserbergland... Im April erwacht der Frühling wieder vollends und auch die Beziehung zwischen Falk und mir erlebt ein revival...
Eine Begegnung im Stadtpark eines mittags völlig überraschend lässt uns wieder zueinander finden. Es braucht seine Zeit und wir geben sie uns. Diese Zeit gehört auch ganz uns, niemand ist eingeweiht! Falk sieht verändert aus, hat vieles in Angriff genommen, geändert, vollbracht. Ich merke: ich möchte mit ihm sein. Wir reden viel, er holt mich und Tilda ab und wir verbringen Zeit. Karfreitag (10.) der erste Ausflug, geplant war Wildpark, aber da bereits der Parkplatz überfüllt war, beschließen wir kurzerhand, uns in den Rosengarten Forst zu schlagen. Es ist unglaublich warmes und herrliches Wetter. Wir verlieren am Ende die Orientierung irgendwie und landen dann mitten in Alvesen. Über die Landstraße landen wir an der Kajüte und lassen uns dort im Garten spontan zum Essen nieder. Es ist absolut traumhaft: das Wetter, die Landschaft und wir zwei ganz entspannt. Danach fahren wir noch an die Elbe und haben von diesem Tag an unser neues Schön-Wetter-Entspannungs-toll-für Tilda-zum-Toben-Ziel gefunden. Am Samstag (11.) kaufe ich ein bisschen Gartenkram für den kuscheligen Garten im Krönenbarg und genieße tatsächlich das erste Sonnenbad auf der Liege. Den Osterfeuerabend verbringe ich mit Tilda alleine und genieße es ungemein - um meinen Gedanken in dieser warmen Früh-Frühlingsnacht Platz zu geben und mich meiner an solchen Abenden typischen Melancholie hinzugeben. Die Luft riecht nach Feuer und der Winter scheint tatsächlich weggescheucht zu werden... Osterbrunch (12.) gibt es bei Mama, mit Calle, Olli und Jenny. Spontan beschließen wir, nach meinen begeisterten Erzählungen (ich sei mit Renate dort gewesen), an die Elbe zu fahren. Das Wetter zeigt sich das gesamte Wochenende von seiner freundlichsten Seite. Am Abend findet das Osterfeuer im Hausgarten statt, das Herr Prill traditionell jedes Jahr veranstaltet. Ich lerne den Rest der Nachbarn kennen und meine komplette Vermieterfamilie. Ostermontag (13.) schließt ab mit einem wundervollen Vormittag an der Elbe mit Falk, woraufhin er diesen Tag mit einem leckeren Schollenessen in der Kajüte beschließen möchte. Es scheint zu unserem Restaurant zu werden, jedenfalls wird es für mich immer eine besondere Bedeutung haben. Nach diesem Tag erfährt Mama dann auch von uns. Sie ist überrascht und überreicht uns in einem Brief ihre ganz persönliche Botschaft zu unserem Neuanfang.
Unser erster gemeinsamer offizieller "Wieder-Zusammensein-Auftritt" findet an Britta's Geburtstag statt (16.) auf ihrer "40." Geburtstagfeier im Mälzers in Lüneburg. Es kommt mir alles ganz neu vor, und ich bin tatsächlich aufgeregt... habe darauf bestanden, dass Falk mich nicht einfach so mitnimmt, sondern Britta bescheid gibt. Es wird ein unglaublich netter und unterhaltsamer Abend. Ich lerne Britta's Eltern und ihre Schwester kennen und ausser Heide und Armin und Calle und Heidi sind alle Heinzels dabei. Der April ist voll von ereignisreichen Tagen, Unternehmungen, Ausflügen, gutem Wetter und Sonnenschein. Die Kirschbäume und Magnolien sind in allerschönster Pracht und mein täglicher Arbeitsweg führt mich an ihnen vorbei, bereits Ende dieses Monats ist dieser Zauber vorbei.
Eines sonnigen Freitag Nachmittags holt Falk Tilda in der Firma ab und wartet mit ihr an der Obstwiese kurz vor meiner Wohnung auf mich, wir verbringen den Nachmittag mit Rad fahren. Zu dieser Zeit nimmt er mich auch das erste Mal mit in seine neue Wohnung. Fertig renoviert, neue Möbel, wunderschön... und ich werde ganz traurig, frage mich, warum die Menschen es sich so schwer machen, erstmal gemeinsam auf der Nase landen, um dann zu erkennen, was Sache ist. Dann ist es aber auch schön zu sehen, wie sehr Falk sich in diesen restlichen Renovierungsarbeiten selbst wiedergegeben hat.
Papa und Tina besuchen wir an einem Samstag (18.) und sie freuen sich beide, uns wieder gemeinsam zu sehen. Abends gehen wir in die Kajüte zum Essen (wir scheinen nicht genug zu bekommen) und haben bereits für den darauf folgenden Sonntag haben wir einen Grilltag an der Elbe an unserem Lieblingsplatz geplant. Dort kommen unsere ersten Zeltpläne auf und Falk ist Feuer und Flamme und präsentiert schon in der Woche darauf (22.) die neuen Errungenschaften. Tags darauf kommt auch sein Sofa an und wird in einer mordsmäßigen Aktion am Ende durch's Fenster gehievt. Wir laden Britta und Erik zum Abendbrot ein. Haben wir zu Anfang noch oft in meiner Wohnung geschlafen (eine kuschelige Zeit), so verlagern wir uns peu à peu zu Falk. Der April schließt vom 24.-26. mit einem Wochenendausflug mit Zelt und Rädern im Weserbergland ab. Ein Tip von Anja und Christian, die uns auf die Idee brachten, dorthin zu fahren. Tilda bleibt bei Mama und wir verbringen ein wirklich herrliches Wochenende: zelten in dem weltallerbesten Zelt überhaupt, Radeln, Sonnen, Kanu fahren, Grillen am Zelt mit nicht wirklich richtiger Ausstattung aber viel zu Lachen.

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