Dienstag, 23. Februar 2010

Der erste Abend im Geburtsvorbereitungskurs




Es war eine unheimlich nette Runde - 10 Frauen mit mehr oder weniger runden Kugelbäuchen und die liebe Theodore, dazu Tee (Schafgarbe-Zinnkraut-Brennessel-und-was-weiß-ich-nicht-alles-Mischung, lecker) und Leckereien.
Die Praxis ist unheimlich gemütlich und kuschelig warm und Theodore eine herzenswarme Person!
Gehechelt oder rythmisch geatmet (nee, nee E., denkste wohl) wurde nicht...
Heute hat Theodore über die "normale" Geburt erzählt... DIE normale Geburt gibt's nicht, aber eine Lehrbuch-08/15-Geburt, und wie der körperliche "normale" Ablauf sei... Ich muss sagen, ich habe viel Neues erfahren, viele Neuerungen, zu denen ich nur die "ollen" Geschichten zu dem wie es früher war kenne (Erzählungen der Omis und Großtanten und auch die der Muttis....) Das ganze wurde durch unsere Fragen und Bemerkungen eine rundum lebhafte und interessante Sache! Ich habe zu den Kliniken, die wir uns ansehen werden einiges mehr erfahren, einiges bestätigt bekommen, anderes Neues gehört: die eine, die einen wahnsinns Andrang hat, da sie die Kinderstation gleich mit im Hause hat, aber dementsprechend nur eine Hebamme auf 5 Frauen zu bieten hat, die andere, die keine Kinderstation hat für unvorhergesehene Fälle, aber "meine" Hebamme nur für mich da sein wird, und alles macht, was ich brauche, möchte, will... und so weiter...
Ein paar weitere Stichpunkte gefällig? Kaiserschnitt; Geburt im Liegen (heute doch nicht mehr...); der Damm...; Stehen; Knien; Hocken; treibend im Wasser...; Männer, die unglaubliches leisten (und laut Theodore tun sie das alle: "ich kenne eure Männer nicht, aber ihr könnt euch alle auf sie verlassen, sie werden großartig sein" Es sei denn, wir wollen sie nicht dabei haben, oder sie wollen partout nicht ... auch das muss akzeptiert werden...); herrliche Anekdoten und fundiertes Wissen von Theodore; Fruchtwasser und Blasensprung; Frühchen; Köpfchen, die fest im Becken sitzen; die drei Phasen der Geburt, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, an deren Ende aber e n d l i c h ein Baby auf meinem Bauch liegen wird!!!

Was mich tatsächlich gewundert hat, war, dass so viele der Frauen heute Abend ins Maria Hilf gehen wollen eben wegen dieser genannten Kinderstation, "für den Fall, dass...". Über "den Fall, dass..." habe ich mir keinerlei Gedanken gemacht bisher... und mache es auch jetzt nicht!
Mein größtes Anliegen - und vielleicht spiegelt das auch einfach mein Wesen an sich wider - ist, dass ich genau das bekomme, wie ich es mir vorstelle (vom Geburtsverlauf an sich einmal abgesehen, da kann ich wahrscheinlich planen, was ich ich will, am Ende wird es wahrscheinlich eh ganz anders, nicht im Wasser, sondern im Hocken oder so...) in puncto sanfte Geburt an sich und vor allem Bindung! Ich möchte sagen können, jetzt möchte ich mein Baby erst einmal so lange ich will bei mir haben, das kleine Wesen, das eh völlig geschockt ist, wenn es aus der gemütlichen, stets warmen und dunklen Enge in Mama's Bauch heraus kommt, auf meiner Haut ganz nah bei mir liegen haben, es trinken lassen, mit Papa diese bestimmt so unbeschreibliche und unwiederbringliche erste Bindungsphase absolut nutzen und genießen.
Ich möchte dann keine Hebamme, weil in Eile, um mich haben, die sagt, so, nun ist's genug, jetzt muss ich es waschen und wiegen und messen... husch, husch...

Ach, das ist wirklich einfach schön...! Wir bekommen ein Baby... und es ist spannend, jetzt wo alles Gestalt annimmt, man andere Frauen trifft, die in der selben Situation sind und die Dinge vielleicht ganz anders sehen, oder auch genau so, von anderen Erlebnissen berichten oder die eigenen widerspiegeln und man selber denkt: ach wie gut, bei der ist das auch so... na dann...

Am 3., 5. und 7. Termin kommen die Partner mit in den Kurs. Mein Liebster kommt mit, hätte aber eh keine andre Wahl, ich würd' ihn zu seinem Glück zwingen :)

Jetzt gehe ich grad schnell noch mal auf die Seite http://www.menschenskinder.biz/
die stellen am 13. und 14. März in der Hebammenpraxis aus und es sind bereits im Schaufenster wunderschöne Dinge dekoriert ( diese zauberhaften Lampen und Kuscheldecken sind gar nicht im Online Shop zu finden...) - das könnte gefährlich werden...


3 Kommentare:

  1. :o) Der Vorbereitungskurs, ich komme mir vor als wäre das alles schon ewig her. Es ist interessant was es über die GEburt alles zu wissen gibt, von dem man überhaupt keine Ahnung hat. Ich war in München auch in einer Hebammenpraxis und habe dort den Kurs gemacht. War eine nette Runde und wir kannten die Hebammen alle von der Akupunktur (Ich bekam die ganze Schwangerschaft Akupunktur und hat sehr gut getan).
    Anfangs hatte ich mir über alles (Geburt usw.) keine Gedanken gemacht....doch irgendwann während des Kurses dachte ich mir. "Schön zu wissen, aber will ich das überhaupt wissen?"
    Für mich stand von Anfang an fest "keine PDA und kein Schnitt"...nur im Notfall.
    Die Frage "Woran erkenne ich die Geburtswehen?" ist bei Euch bestimmt auch gefallen, oder? Du erkennst sie...GANZ sicher. :o)
    Ich (Wir) hatten uns auch kein Krankenhaus mit Kindernotfallstation ausgesucht. Die Schwangerschaft ließ ohne Probleme und ich wusste vom Infoabend in der Klinik, sie würden zeitnah Hilfe holen, wenn etwas nicht in Ordnung wäre. Mein Arzt war dort Belegarzt und ich wollte das er bei der Geburt dabei ist.
    Bin schon ganz gespannt und fieber mit Dir/Euch mit.

    Liebe Grüße
    Bettina

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  2. Sehr clever: da bin ich beim "Blog-Hopsen" bei Dir gelandet und hinterlasse zum Posting vom 10.2. einen Kommentar - den findest Du vielleicht gar nicht... Also nochmal hier!!!

    Zum Thema "für alle Fälle" kann ich nur sagen, daß unser Sohn uns gezeigt hat, wie wichtig eine Kinderstation und sogar ein Intensivbett für Neugeborene sein kann... Über diesen Tag könnte ich Romane schreiben, aber ich kann auf jeden Fall sagen, daß vieles nicht vorhersehbar ist und auch nichts mit dem Schwangerschaftsverlauf zu tun hat. Diese Überlegungen sollen niemanden in Panik versetzen, aber man muß mal darüber nachdenken, was wäre wenn... Ich bin leider auch vorbelastet, da mein Mann im Bereich Intensiv- und Notfallmedizin tätig ist...

    Ganz wichtig ist mir aber: Genieß die Zeit mit Deinem strampelnden Zwerg, das ist so unbeschreiblich toll!

    LG, Karen

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  3. Hallo, hallo, nun bin ich auch bei Dir gelandet ;-)

    Ach, diese Zeit ist sooo spannend! Genieße sie!
    Ja, sicher sollte man sich überlegen, was wäre wenn...
    Aber die meisten Geburten verlaufen ganz normal. Das Wichtigste ist, daß Du Dich wohlfühlst und daß Dein Mann Dein Fürsprecher ist. Er sollte genau wissen, was Du möchtest und was nicht, falls Du mal nicht in der Lage dazu bist.
    Im Krankenhaus wird oft viel zu schnell zu irgendwelchen Dingen "geraten", weil es denen dort besser passt.
    Ich wünsche Dir alles Gutze und hibbel jetzt offiziell mit!

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