Freitag, 15. Oktober 2010

... alles wieder anders mit dem Schlaf

... ach wee, wenn man meint, alles hätte nun einen schönen Rythmus - Pustekuchen!

Da ist die Umgewöhnung von ausschließlich Muttermilch auf Fläschchenmilch tagsüber überstanden - die Bauchweh und Blähungen sind fast weg, die Verdauung hat sich umgestellt und an die neue Milch gewöhnt.

Aber - mit dem Schlafen tagsüber ist es so eine Sache... im Kinderwagen - alles super, 12 bis 15 Uhr wird dort gerne geschlummert, während Mama mit Tilda durch die herbstliche Landschaft wandert. Vor dem Dänemark Urlaub und auch noch in den ersten Tagen dort, bevor der kleine Körper mit der Umstellung aufgrund der Milch zu kämpfen hatte, konnte unser Ömmelchen auch in seinem Bettchen entspannt ein- und weiterschlafen...

Hier zu Hause ging das dann auch in der ersten Woche hervorragend. Nun ist es damit vorbei - er ist todmüde, aber schreit sich regelrecht in Trance, möchte man meinen, so dass es mir - nach einigen liebevollen Versuchen, ihm dabei zu helfen, "einfach" die Äuglein zu schließen (Schnulli wieder geben, sanftes streicheln, Händchen halten...), zu schwer um's Herz wird und ich ihn auf den Arm nehme und ihn wiege - dabei schläft er irgendwann ein und dann, mit Glück!, schläft er auch nachdem ich ihn wieder hingelegt habe, 30, 40 Minuten am Stück, und wird dann aber meist wieder wach - obwohl er natürlich im Grunde noch total müde ist.

Es ist für Jesse so schwierig seit letztem Freitag: da gab's ja die zweite Impfung und Jesse war gar nicht gut drauf - siehe Post. Und seitdem klappt das Schlafen, bzw. auf jeden Fall das Einschlafen, nur mit mir zusammen.
Noch etwas Neues ist, dass Jesser seit zwei Abenden auf Schlag Punkt halb sieben müde wird - die Stimmung kippt, er quengelt, wo es bisher immer gegen halb acht, acht die letzte Flasche gab. Mittwoch habe ich mich sogleich mit ihm hingelegt - da sind wir beide erschöpft eingeschlafen - selbst das Fläschchen wollte er nicht mehr -um halb zehn stillte ich ihn und er schlief weiter. Gestern haben wir es noch geschafft, den Schlafanzug anzuziehen und das halbe Fläschchen leer zu trinken, aber alleine einschlafen ging auch nicht, noch einmal gestillt und dann ist er tief und fest auf meinem Bett eingeschlafen und bis 2 Uhr nicht wieder aufgewacht...

Ist die Impfung "schuld"? Oder ist es einfach tatsächlich eine Phase...? Ich will und werde natürlich nichts erzwingen, und wenn er meine Nähe braucht, dann ist das total in Ordnung und natürlich bin ich glücklich, dass auch das Stillen für diese Situationen nach wie vor gut klappt, aber man wundert sich schon, wie so plötzlich wieder alles ganz anders ist, wo man sich gerade an etwas Neues gewöhnt hatte.

Doch wahrscheinlich wird das auch weiterhin erst mal so bleiben...

1 Kommentar:

  1. Impfungen oder Krankheit (Erkältung, Bronchitis etc.) können den Rhytmus sehr durcheiander wirbeln. BEi uns war das auch so. Ab dem 6Monat schlief Lucas durch, hatte dann eine schwere Bronchitis und ab dem Zeitpunkt schlief er nicht mehr durch,wollte nachts immer noch ne Flasche und einschlafen war auch ein Drama.
    Irgendwann legte sich das Einschlafproblem...wir ließen uns ein Abendritual einfallen. Doch durchgeschlafen hat er erst wieder als wir ihn mal eine Woche nachts schreien ließen. Ist hart...hilft aber.
    Auch jetzt noch gibt es immer wieder Phasen, in denen Lucas unruhig oder schlecht schläft. Vorallem wenn Zähne kommen oder wenn er Eindrücke vom Tag verarbeitet.
    Mach Dir keine Sorgen, das legt sich schon wieder. Körpernähe hilft den kleinen Zwergen sehr. :o)

    AntwortenLöschen